Champions League : Dortmund gewinnt gegen Marseille, Schalke siegt in Basel

Ohne den gesperrten Trainer Jürgen Klopp hat Borussia Dortmund am zweiten Spieltag souverän gegen Marseille gewonnen. Der FC Schalke 04 gewinnt das Spiel in Basel.
Robert Lewandowski © Dennis Grombkowski/Bongarts/Getty Images

Borussia Dortmund – Olympique Marseille 3:0 (1:0)

Der Vorjahresfinalist setzte sich im eigenen Stadion mit 3:0 gegen Olympique Marseille durch. Zwei Wochen nach der 1:2-Niederlage in Neapel schossen Robert Lewandowski (19./80.) und Marco Reus (52.) den BVB zu einem Sieg. Vor 65.600 Zuschauern lieferte der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga eine taktisch gute Leistung ab und ist jetzt Tabellenzweiter in der Gruppe F.

Der gesperrte Trainer Jürgen Klopp sah das Spiel von einer Loge aus. Nach seinem Ausraster vor 13 Tagen in Neapel war es ihm untersagt, Kontakt zur Mannschaft aufzunehmen. "Die Schwächung wird im Promille-Bereich ablaufen, wenn ich einmal draußen sitze", sagte Klopp dem TV-Sender Sky. An seine Stelle trat Kotrainer Željko Buvač.

Dortmund spielte von Beginn an offensiv mit dem erwarteten Dauerpressing. Nach nur sechs Minuten prüfte Marco Reus mit einem Schuss von der Strafraum-Grenze Gästekeeper Steve Mandanda.

Die hohe Laufbereitschaft bei Dortmund zeigte gegen Marseille Wirkung. In der 19. Minute verloren die Franzosen den Ball am gegnerischen Strafraum; nur 15 Sekunden nach der Ball-Eroberung schoss Lewandowski nach einem Pass von Durm das 1:0. In der 21. war es erneut Lewandowski, der aus drei Metern schoss, aber an Torwart Mandanda scheiterte. 

Das 2:0 fiel schließlich in der 52. Minute nach einem Torwartfehler von Mandanda, der eine Freistoßflanke von Reus ins Tor rutschen ließ. Dortmund spielte nun sichtlich befreit auf. Durm (58.) und Aubameyang (61.) vergaben gute Möglichkeiten. Mit einem Foulelfmeter schoss Lewandowski schließlich das 3:0. Dortmund ist mit diesem Sieg auch eine Revanche gelungen. Die Mannschaft hatte 2011 Hin- und Rückspiel in der Champions-League-Gruppenphase gegen Marseille verloren.

Borussia Dortmund: Langerak - Großkreutz, Subotić, Hummels, Durm - Bender, Sahin - Aubameyang (71. Blaszczykowski), Mchitarjan (88. Sokratis), Reus (82. Hofmann) - Lewandowski 

Olympique Marseille: Mandanda - N'Koulou, Fanni, Mendes, Mendy - Romao, Imbula - Payet (73. Lemina), Valbuena (81. Jordan Ayew), André Ayew - Khalifa (81. Thauvin)

Schiedsrichter: Fernández (Spanien)

Zuschauer: 65.600 

Tore: 1:0 Lewandowski (19.), 2:0 Reus (52.), 3:0 Lewandowski (80./Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Bender, Subotić / Fanni, N'Koulou, Romao

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Kommentare

26 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Für den Fall, dass Ihre Antwort ernst gemeint war:

Sie ist leider nicht ganz richtig und nicht allein die Auslosung ist schuld.
Da haben TV-Anstalten noch ein nettes Mitspracherecht. In Deutschland bedeutet das, dass vermutlich Bayern und Bayer in einen Topf gesetzt wurden, da die Bayern auf ein sehr hohes Zuschauerinteresse stoßen, Bayer hingegen nicht. Darum bleiben nur Schalke und der BVB im anderen Topf übrig.

Live.

Ich habe die Auslosung tatsächlich nicht live verfolgt – ich verstehe auch nicht, was daran so spannend sein soll.

Allerdings kann man sich auch abseits einer Live-Übertragung informieren: dann findet man z.B. heraus, dass folgende Pärchen nicht in einen Block gelost werden konnten, so dass sie nie am gleichen Tag spielen:
Für Deutschland Bayern und der BVB, für Spanien Barca und Real, für England United und Chelsea,... usw. usf.

Sehr gut. Sie sind also doch auf dem Laufenden.

Dann stimmen Sie mir also bestimmt auch zu, dass für Leverkusen und Schalke keinerlei Vorgaben existiert haben, in welches Tableau sie gelost werden würden?

Dortmund und Leverkusen waren zwar in einem Topf, wenn Schalke aber einer der restlichen ersten 4 Gruppen zugelost worden wäre, wäre folgerichtig Leverkusen zusammen mit Dortmund den anderen 4 Gruppen zugelost worden.

Laufend.

auch wenn es für Leverkusen und Schalke keine Vorgaben gab, heißt das nicht, dass sie von den Vorgaben für andere Vereine nicht betroffen gewesen sind. Daher anfangs mein Einwand: die jetzigen Paarungen haben nicht nur mit einer reinen zufälligen Auslosung zu tun. Ganz einfach.
Ihre o.g. "Einzige Einschränkung" ist also ebenso unrichtig. Es gab bei der Auslosung weitere Einschränkungen als die vier Lostöpfe – und zwar nicht allein die Regel, dass nicht zwei Vereine aus einem Land in eine Gruppe gelost werden dürfen.

Also ich konnte mich noch sehr gut an die beiden Spiele

gegen Marseille erinnern. Meine erste Frage an den Kumpel neben mir gestern war: "Ob Hummels wieder eine Kopfballvorlage zu einem wunderschönen Tor gibt?" ;)

Ob die Dortmunder nun für ihre damalige Unfähigkeit Revance nehmen mussten, weiß ich nicht. Gescheitert sind sie damals eh hpts. an ihrer eigenen Inkompetenz und nicht am Gegner.

Richtig, Shitty ist der erste richtige Härtetest für für Bayern (wobei man Chelsea durchaus auch als solchen ansehen könnte, wobei das ja mehr oder minder noch "vor" der eigentlichen Saison war). Das Scheichspielzeug wirkt derzeit entgegen meiner Erwartung (aufgrund der Trainerverpflichtung) noch immer etwas außer Form. Bayern könnte somit trotz Verletztenmisere auf der 6 und Auswärtsspiel leichte Vorteile haben. Würde jedoch ein stärkeres Shitty erwarten, als damals beim Telekom(?)-Cup.
Schaun mer mal.