Champions League : Dortmund und Schalke verlieren gegen britische Teams

Dortmund war eine Stunde lang der Favorit gegen Arsenal, konnte sich aber nicht durchsetzen. Schalke verlor deutlich gegen den überlegenen FC Chelsea. Die Spielberichte
Das Siegtor von Arsenal im Champions-League-Spiel gegen Dortmund © Patrik Stollarz /AFP

Borussia Dortmund - FC Arsenal: 0:1 (0:0)

Borussia Dortmund hat mit seiner 0:1-Niederlage gegen den FC Arsenal eine gute Ausgangsposition im Kampf um den Achtelfinal-Einzug leichtfertig verspielt. Mit einem Kopfballtreffer in der 62. Minute beendete Aaron Ramsey die BVB-Serie von sieben Heimsiegen in der Champions League. Jetzt sind die Dortmunder vor den verbleibenden Gruppenspielen gegen den SSC Neapel und bei Olympique Marseille gewaltig in Zugzwang.

Der Premier-League-Tabellenführer um die deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Per Mertesacker bleibt hingegen im 15. Auswärts-Pflichtspiel nacheinander ungeschlagen.

Der BVB-Trainer Jürgen Klopp, der nach zwei Spielen Sperre wegen seines Ausrasters von Neapel wieder an der Seitenlinie sein durfte, musste den angeschlagenen Mats Hummels in der Abwehr durch Sokratis ersetzen. Ansonsten bot er aber das Team vom 2:1-Erfolg im Hinspiel auf.

Wie schon bei der Partie in London begegneten sich beide Mannschaften mit größtem Respekt, die Sicherheit stand zunächst im Vordergrund. So ergaben sich zunächst kaum echte Torchancen. Vor allem die Dortmunder Defensive gewährte den Filigran-Technikern von Arsenal keine Entfaltungsmöglichkeiten in der Offensive. Weder Özil noch der Ex-Dortmunder Tomas Rosicky konnten Akzente setzen.

Auf der Gegenseite kamen die Hausherren zumindest zu einer Handvoll Gelegenheiten. Neven Subotic (17.) und Jakub Blaszczykowski (25.) verfehlten das Ziel knapp. Die beste Möglichkeit im ersten Durchgang vergab jedoch Henrich Mchitarjan. Nach Vorarbeit von Robert Lewandowski und Blaszczykowski war der Armenier plötzlich völlig frei an der Strafraumgrenze, sein Schuss strich jedoch links vorbei (37.).

Mit viel Einsatz startete die Borussia dann in den zweiten Durchgang. Bei einem Kopfball von Marco Reus (50.) musste sich Arsenal-Keeper Wojciech Szczesny mächtig strecken, auch bei Blaszczykowskis Schuss war der Torhüter zur Stelle (52.). Doch statt der engagierten Gastgeber gingen plötzlich die Londoner in Führung. Nach einem Fehler von Sokratis kam der Ball über Özil und Olivier Giroud zu Ramsey, der aus sechs Metern per Kopf traf. Es war der erste Torschuss der Engländer.

Die Dortmunder gerieten nun kurz in Unordnung. BVB-Torwart Roman Weidenfeller klärte in höchster Not gegen Ramsey (66.), Nuri Sahin rettete gegen Giroud auf der Linie (67.) und Per Mertesackers Kopfball senkte sich knapp über das Tor (71.). In der Schlussphase bemühten sich die Dortmunder vergeblich um den Ausgleich. Aber auch die Brechstange mit der Einwechslung von Angreifer Julian Schieber brachte keinen Erfolg mehr.

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Großkreutz, Sokratis, Subotic, Schmelzer - Sahin, Bender (75. Hofmann) - Blaszczykowski (74. Aubameyang), Mchitarjan, Reus (86. Schieber) - Lewandowski

FC Arsenal: Szczesny - Sagna, Mertesacker, Koscielny, Gibbs - Ramsey, Arteta - Santi Cazorla (75. Monreal), Özil, Rosicky (90.+1 Vermaelen) - Giroud (90. Bendtner)

Schiedsrichter: Kuipers (Niederlande)

Zuschauer: 65.829 (ausverkauft)

Tor: 0:1 Ramsey (62.)

Gelbe Karten: Lewandowski / Arteta

Beste Spieler: Blaszczykowski, Bender / Mertesacker, Ramsey

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Kommentare

33 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Interessant

"Ich habe gestern ein spannendes Spiel auf taktisch und spielerisch hohem Niveau gesehen,..."

Dann müssen sie ein anderes Spiel gesehen haben als ich. In der ersten Stunde war das spielerisch grausam. Was da an unnötigen Fehlpässen im Spielaufbau gespielt wurde, war grausam - da mag das noch so "taktisch interessant sein".

Wobei die Frage ist, was taktisch besonders interessant sind, wenn sich zwei Mannschaften abwartend gegenüber stehen und im Spielaufbau den Ball lieber ins Aus als zum Mitspieler spielen...

Britische Inseln?

Celtic ist natürlich auch eine britische Mannschaft. Abgeleitet von der geographischen Bezeichnung -> Britische Inseln. Anderes Beispiel: Iberische Halbinsel. Darunter fasst man auch Portugal und Spanien. Beides sind Iberer, genauso wie Engländer und Schotten auch beides Briten sind.

Zur Unterscheidung einer deutschen und einer englischen Mannschaft ist daher im Kontext das adjektiv 'britisch' völlig richtig. Ich verstehe das Problem hier nicht?

aufklärung

..danke, dass mich als halb-Iberer aufklären, wo Portugal und Spanien ist ;);) natürlich ist es korrekt, dass Arsenal eine britische Mannschaft ist, aber wie auch schon in Kommentar 9 trefflich beschrieben wird ist das nur eine all zu große Verallgemeinerung...man schmeißt sozusagen alle britischen Mannschaften in einen Topf...ich nenn ein anders Beispiel: hab sie schon jemals gehört, dass z.B. Ryan Giggs ein Brite ist, nein, weil er Waliser ist, oder z.B. dass Alex Ferguson ein Brite ist, nein weil er ein Schotte ist...im Fußball wird halt gerne in diesem Fall (wie auch im Rugby, und ich glaub das wars dann) ein bisschen differenziert..