Russlands Präsident Wladimir Putin ©Michael Klimentyev/RIA Novosti/Kremlin/Reuters

Russland hat anlässlich der Olympischen Winterspiele in Sotschi seine Gesetze zur Terrorabwehr verschärft. Präsident Wladimir Putin unterzeichnete am Wochenende neue Sicherheitsregeln. Demnach können Verwandte verpflichtet werden, für die Schäden bei Angriffen durch Aufständische aufzukommen. Unter bestimmten Umständen könnten sogar ihr Besitz beschlagnahmt werden. Zudem können Verdächtige, die zum Beispiel in einem Terrorcamp für Anschläge ausgebildet wurden, dafür mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden.

Russland richtet die Winterspiele vom 7. bis zum 23. Februar aus und sorgt sich vor allem vor Angriffen islamistischer Aufständischer aus den benachbarten Kaukasus-Regionen. Sotschi ist nur wenige Hundert Kilometer vom Nordkaukasus entfernt.

Erst am 21. Oktober hatte sich eine Frau aus der Republik Dagestan in einem Linienbus in Wolgograd in die Luft gesprengt. Sechs Menschen starben.

Im Nordkaukasus kämpfen Extremisten für die Errichtung eines islamistischen Staates. Sie haben angekündigt, das Sportereignis verhindern zu wollen.