Titelverteidiger Bayern München trifft im Achtelfinale der Champions League auf den FC Arsenal mit den deutschen Nationalspielern Mesut Özil, Lukas Podolski und Per Mertesacker. Borussia Dortmund bekommt es mit Zenit St. Petersburg zu tun. Bayer Leverkusen spielt in der ersten K.-o.-Runde gegen Paris Saint-Germain, der FC Schalke 04 muss gegen Real Madrid ran. Das ergab die Auslosung am Hauptsitz des europäischen Fußball-Verbandes in Nyon.

Wie schon im Vorjahr treten die Münchner Bayern im Achtelfinale gegen Dortmunds Gruppengegner Arsenal an. Vor einem Jahr setzte sich der deutsche Rekordmeister nach einem 3:1-Auswärtssieg trotz eines 0:2 zu Hause durch. Die Münchner und die Dortmunder spielen als Sieger ihrer Vorrundengruppen zuerst auswärts und haben in den Rückspielen Heimrecht. Die Schalker und die Leverkusener treten zunächst zu Hause an. 

Dortmund zeigte sich bei allem Respekt zufrieden mit dem Gegner. "Es wird nicht einfach. Sie haben sehr gute Spieler dabei", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke beim TV-Sender Sky über das Los Zenit und wies auf die schwierigen klimatischen Bedingungen hin. "Aber wenn ich sehe, gegen wen die anderen drei deutschen Klubs spielen müssen, sind wir noch ganz gut bedient."

Schalke freut sich über Madrid

Schalke-Trainer Jens Keller war trotz des schwierigen Gegners begeistert. "Das ist ein tolles Los, auch für unsere Fans!" Er freue sich darauf, sich mit "dem berühmtesten Fußballklub der Welt" mit Spielern wie Cristiano Ronaldo, Iker Casillas oder Gareth Bale messen zu können. Ähnlich äußerte sich Mannschaftskapitän Benedikt Höwedes, der auch ein Weiterkommen für möglich hält: "Auch wenn Real absoluter Top-Favorit ist, sehe ich Außenseiterchancen für uns." 

In Leverkusen sagte Sportchef Rudi Völler: "Paris Saint-Germain ist eine überragende Mannschaft, und man muss kein Experte sein, um zu wissen, dass wir Außenseiter sind." Bayer habe eine kleine Chance gegen Paris und wolle auf jeden Fall "eine besser Figur machen als gegen Manchester United", sagte Völler.

Erstmals in der Geschichte der Königsklasse hatten vier deutsche Mannschaften den Sprung ins Achtelfinale geschafft, die Klubs der Bundesliga konnten dabei zunächst nicht aufeinandertreffen. Seit Einführung der Achtelfinals in der Saison 2003/04 stellte die Premier League sechsmal gleich vier Teams, der Primera División gelang dies dreimal.

Die Lose zog der frühere portugiesische Nationalspieler Luis Figo als Repräsentant der Finalstadt Lissabon. Die Hinspiele sind für den 18./19. und 25./26. Februar, die entscheidenden Rückspiele für den 11./12. und 18./19. März vorgesehen. Die Partien im Überblick:

Manchester City – FC Barcelona
Olympiakos Piräus – Manchester United
AC Mailand – Atlético Madrid
Bayer Leverkusen – Paris Saint-Germain
Galatasaray Istanbul – FC Chelsea
FC Schalke 04 – Real Madrid
Zenit St. Petersburg – Borussia Dortmund
FC Arsenal – Bayern München

Frankfurt in der Europa League gegen Porto

Eintracht Frankfurt trifft in der Zwischenrunde der Europa League auf den FC Porto. Die Frankfurter treten am 20. Februar zunächst auswärts an, das Rückspiel findet eine Woche später vor heimischem Publikum statt. Die Mannschaft ist als einziger Bundesliga-Klub im Wettbewerb verblieben.

Vorstandchef Heribert Bruchhagen sagte nach der Auslosung, er traue seiner Mannschaft eine Überraschung zu. "Wenn wir alle gesund sind und wir uns in der Bundesliga weiter nach oben gearbeitet haben, dann gehen wir da völlig befreit rein."