Bundesliga-Rückschau : Die beleidigte Leberwurst des FC Schalke

Schalkes Manager will beim ZDF nicht den Sigmar Gabriel geben, dem BVB reißen die Muskeln, und Matthias Sammer wird menschlicher. Was vom Bundeligawochenende bleibt.
Schalkes Manager Horst Heldt © Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

Wer spielte wie gegen wen?

VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:1
FC Bayern München – Eintracht Braunschweig 2:0
Bayer Leverkusen – 1.FC Nürnberg 3:0
TSG Hoffenheim – Werder Bremen 4:4
FSV Mainz 05 – Borussia Dortmund 1:3
Hertha BSC – FC Augsburg 0:0
FC Schalke 04 – VfB Stuttgart 3:0
Hannover 96 – Eintracht Frankfurt 2:0
Borussia Mönchengladbach – SC Freiburg 1:0

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Hoffenheim gegen Bremen, das waren acht Tore, drei Elfmeter, zwei Treffer in der Nachspielzeit und ein großes Spektakel, das allerdings nicht jedem gefiel. "Scheiß Spektakel-Fußball!", sagte Hoffenheims Stürmer Kevin Volland nach dem Spektakel. Sein Trainer Markus Gisdol schimpfte, seine Spieler hätten "die Scheiße an den Beinen" und "irgendwie" ging ihm das "total auf den Sack!" Solch Vulgärsprache bekommt der gut erzogene Fußballfreund nur nach interessanten Spielen zu hören. Die Hoffenheimer führten bis zur 44. Minute 2:0, bis zur 59. Minute 4:2 und vergeigten den Vorsprung dennoch. Da man bei vier Gegentoren immer den Torhüter beschuldigen kann, kündigte Gisdol an, für die kommende Partie die Nummer zwei zur Nummer eins zu machen. Falls Sie jetzt an den Nationaltorwart Tim Wiese denken, vergessen Sie es wieder! Der darf weiterhin wie seit Monaten alleine trainieren und wie am Samstag von der Tribüne zuschauen.

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Drei Wochen und zwei Tage bleiben. Dann müssen Ihre Weihnachtsgeschenke vor Nächstenliebe glänzen. Persönlich, liebevoll, nicht teuer, aber besonders und etwas ausgefallen – so sollte das ideale Geschenk sein. Ein paar neue Socken erfüllen diese Kriterien nicht. Auch diese Dinge nicht so ganz:

Also seien Sie mal kreativ! Basteln, malen, singen Sie, nehmen Sie sich Zeit in der Vorweihnachtszeit! Und machen Sie es anders als jene 38.667 Menschen, die am Samstagnachmittag im Berliner Olympiastadion ihre Zeit verloren haben. Das spannendste beim Null zu Null gegen Augsburg soll ein Schwarm Vögel gewesen sein, der einfach übers Stadion hinweggeflogen ist.

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Kommentare

35 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

#7 Schalke hat Recht.....

Die gequälten und genervten Gesichter der Akteure im Fußball Biz machen mir nicht den Eindruck, dass sie übers "Stöckchen springen", wenn Reporter sie bitten. Ganz im Gegenteil. Möge die Diva bitte so gnädig sein..

Was soll das? Die Interviews werden für das Publikum gemacht, also für diejenigen die letztendlich die Zeche und das Gehalt der Spieler bezahlen. Und die Journalisten machen ihren Job, wobei sie mit Sicherheit mit ihrer Freizeit besseres anzufangen wüssten, als verhätschelte Egomanen nach 1-2 Minuten ihrer doch so kostbaren Zeit zu bitten.

Auf die Ergüsse von Horst Heldt kann ich gerne verzichten. Auch in Zukunft.