Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher schwebt in Lebensgefahr. Er erlitt nach schweren Kopfverletzungen eine Hirnblutung und liegt in Grenoble im Krankenhaus. Bei der Einlieferung in die Universitätsklinik am Sonntagmittag sei er nicht mehr bei Bewusstsein gewesen, teilte die Klinikleitung in der Nacht auf Montag mit. Schumacher habe sofort operiert werden müssen, er befinde sich weiter in einem "kritischen Zustand".

Schumacher war am Sonntagvormittag im französischen Alpenort Méribel beim Skifahren gestürzt und mit dem Kopf auf einen Felsen geprallt. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu. 

Zur Behandlung Schumachers eilte auch der Pariser Hirnchirurg Gérard Saillant nach Grenoble. Er wurde am frühen Abend mit einem Polizeiwagen zur Klinik gebracht. Der anerkannte Spezialist hatte Schumacher schon nach einem früheren Formel-1-Unfall behandelt und ist ein Vertrauter des Deutschen.

Schumachers Management bestätigte am späten Abend den kritischen Zustand des Verunglückten. Zuvor hatte seine Sprecherin mitgeteilt, der Formel-1-Rekordweltmeister sei auf den Kopf gestürzt. Schumacher sei ins Krankenhaus gebracht worden und werde dort medizinisch professionell versorgt. "Wir bitten um Verständnis, dass wir über seinen Gesundheitszustand keine fortlaufenden Informationen abgeben können", hatte die Sprecherin am Nachmittag noch mitgeteilt.  

Auf Twitter meldeten sich Kollegen aus dem Sport und Freunde zu Wort, so zum Beispiel der amtierende Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel, der Fußballspieler Lukas Podolski und der ehemalige Tennisprofi und Neu-Trainer Boris Becker.

Zudem reisten die beiden langjährigen Wegbegleiter Schumachers, Jean Todt und Ross Brawn, Medienberichten zufolge nach Grenoble. Unter anderem twitterte dies der Nachrichtensender Sky Sport News HD. Mit beiden hatte Schumacher seine bislang unerreichten Erfolge bei Ferrari gefeiert. Todt, der mittlerweile Präsident des Internationalen Automobilverbandes ist, war damals Ferraris Teamchef, Brawn das Technik-Genie. 

"Ich bete für dich, mein Bruder!"

Auch sein früherer Piloten-Kollege bei Ferrari, Felipe Massa, zeigte sich erschüttert. Er schrieb auf Instagram: "Ich bete für dich, mein Bruder! Ich hoffe, dass du schnell wieder gesund wirst! Gott segne dich, Michael." Basketballstar Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks teilte mit, seine Gedanken seien bei Schumacher. 

Der Leiter der Wintersportstation in Méribel, Christophe Gernignon-Lecomte, hatte dem Radiosender RMC, Stunden zuvor gesagt, Schumacher sei mit dem Helikopter zunächst ins Krankenhaus im nahe gelegenen Moûtiers gebracht worden. Von dort wurde er in ein Krankenhaus in Grenoble geflogen. Der 44-Jährige habe nach dem Sturz "ein bisschen unter Schock" gestanden, sei aber bei Bewusstsein gewesen.

Schumacher habe einen Helm getragen und sei gegen 11.07 Uhr abseits der Piste gegen einen Felsen geprallt. Was der Grund für seinen Sturz war und ob er womöglich zu schnell unterwegs war, ist bisher nicht klar.