Fans von Borussia Dortmund © Eddie Keogh/Reuters

Bis 2020 darf ein Mann keine Fußball-Bundesligaspiele mehr im Stadion von Borussia Dortmund besuchen. Der Verein teilte am Dienstag mit, er habe nach dem Spiel beim Hamburger SV (0:3) am vergangenen Samstag ein örtliches Stadionverbot bis zum 30. Juni 2020 gegen den Mann verhängt.

Während einer Gedenkminute für die gestorbene HSV-Legende Hermann Rieger soll der Mann "Sieg Heil!" gerufen haben. Er wurde daraufhin von Ordnungskräften abgeführt.

Der BVB begründete die Entscheidung in einer Mitteilung: "Borussia Dortmund steht aus innerer Überzeugung für Toleranz und Vielfalt ein und wendet sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung."

Seit Jahren ist bekannt, dass es im Umfeld des Vereins eine große Zahl rechtsextremer Fans gibt. Der Verein hat die Stadionordnung deswegen immer weiter verschärft: Dort heißt es unter anderem, der BVB behalte sich vor, Personen, "die links- und/oder rechtsradikalen Parteien, Vereinigungen oder Organisationen angehören", mit einem Stadionverbot zu belegen.