Die Deutsche Fußball Liga wird vorerst keine Torlinientechnologie einführen. Bei einer Versammlung der 36 Clubs aus der ersten und zweiten Bundesliga kam dafür am Montag nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit zustande. Das teilte Reinhard Rauball, Präsident des Ligaverbands, mit. 

Die Torlinientechnik wird zur Überprüfung strittiger Torentscheidungen genutzt. Aus der ersten Bundesliga stimmten nur neun Vereine für die Technik, in der zweiten Bundesliga lehnten sogar 15 Clubs ab. "Bis auf Weiteres hat sich dieses Thema für uns damit erledigt", sagte Rauball.

Vor der Abstimmung hatte sich unter anderem der FC Bayern München für die Torlinientechnik ausgesprochen. Strittige Szenen ließen sich mit ihr innerhalb weniger Sekunden klären, sagte Bayerns Trainer Pep Guardiola. Auch deutsche Schiedsrichter hatten sich für die Einführung der Technik in der Bundesliga ausgesprochen.

DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig hatte sich zuvor die vier lizenzierten Techniken vorführen lassen, zwei davon basieren auf Kameras. Das deutsche System Goal Control wurde beim Confederations Cup 2013 in Brasilien getestet und kommt auch bei der Weltmeisterschaft im Sommer zum Einsatz.