Eintracht Frankfurt – Hannover 96 2:3 (1:3)

Hannover 96 hat den nächsten Schritt Richtung Klassenverbleib geschafft. Fünf Tage nach dem Sieg gegen den Hamburger SV legte die Mannschaft von Tayfun Korkut ein 3:2 (3:1) bei Eintracht Frankfurt nach.

In einer Partie mit großen Abwehrschwächen auf beiden Seiten traf Leon Andreasen bereits in der zweiten Minute, Lars Stindl (20.) und Didier Ya Konan (29.) für Hannover. Martin Lanig (13.) glich für die nachlässigen Frankfurter zum 1:1 aus. Erst nach dem 2:3 durch Alexander Meier (68.) wurde es vor 48.100 Zuschauern spannend.

Bei der Eintracht war die Diskrepanz zwischen den Worten von Trainer Armin Veh und dem Auftritt der Mannschaft enorm. Immer wieder hatte der Coach betont: Wir sind noch nicht durch. Doch seine Spieler wirkten zumindest in der ersten halben Stunde so, als gehöre diese Partie zum Freundschaftsspiel-Programm nach der Saison. Beim 0:1 griff niemand den Flankengeber Christian Pander an, beim 1:2 stand niemand bei Stindl. Auch beim dritten Hannoveraner Tor konnten sich Andreasen, Stindl und Ya Konan weitgehend ungestört den Ball zuspielen.

Die Personalie des Abends war ein Frankfurter, denn Pirmin Schwegler feierte nach mehreren Wochen mit gesundheitlichen Problemen sein Comeback. Erst hatte sich der Schweizer eine Rippenfraktur zugezogen, dann einen Nasenbeinbruch und zuletzt eine Virus-Erkrankung. Dieses Comeback dauerte nur eine halbe Stunde, dann wechselte Veh seinen Kapitän wieder aus. Der Trainer brachte mit Meier eine zusätzliche Offensiv-Kraft.

Dieser Wechsel brachte etwas mehr Schwung ins Spiel. In der 36. Minute forderten alle Frankfurter nach einem Handspiel von Marcelo Elfmeter. Nach der Pause war die Eintracht feldüberlegen. Wirklich gefährlich war aber lange Zeit nur Hannover. In der 48. Minute traf der starke Andreasen den Pfosten, nur vier Minuten später Szabolcs Huszti die Latte. Nach einem Kopfball von Manuel Schmiedebach musste Frankfurts Alexander Madlung auf der Torlinie klären (64.) – und diese schwache Chancenverwertung hätte sich beinahe gerächt. Denn nach Meiers Anschlusstreffer kam die Eintracht noch einmal heran. Für ein weiteres Tor fehlten den Frankfurtern aber wie so oft in diesem Spiel die Ideen. 

Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Madlung, Djakpa - Russ - Schwegler (32. Meier), Lanig - Barnetta (54. Kadlec) - Aigner, Joselu

Hannover 96: Zieler - Sakai, Marcelo, Schulz, Pander - Schmiedebach, Andreasen - Bittencourt (46. Prib), Stindl, Huszti (87. Schlaudraff) - Ya Konan (82. Rudnevs)

Schiedsrichter: Brych (München)

Zuschauer: 48.100

Tore: 0:1 Andreasen (2.), 1:1 Lanig (13.), 1:2 Stindl (20.), 1:3 Ya Konan (29.), 2:3 Meier (68.)

Gelbe Karten: Aigner (4), Jung (4), Madlung (1), Zambrano (12) / Andreasen (6), Bittencourt (5), Prib (5), Zieler (2)