Wer spielt wann gegen wen?

FC Schalke 04 – Eintracht Frankfurt (Freitag, 20.30 Uhr)
Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr)
Hannover 96 – Hamburger SV
VfL Wolfsburg – 1. FC Nürnberg
SC Freiburg – Eintracht Braunschweig
1. FSV Mainz 05 – Werder Bremen
Bayern München – Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr)
Bayer Leverkusen – Hertha BSC (Sonntag, 15.30 Uhr)
TSG Hoffenheim – FC Augsburg (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Hannover gegen Hamburg, wegen Mirko Slomka. Der nette Herr Slomka, gerade Trainer beim abstiegsbedrohten Hamburger SV, könnte seinem nicht weniger abstiegsbedrohten Ex-Verein schön (s)eine lange Nase drehen. Hannover 96 entledigte sich Slomka ja nicht auf die feine niedersächsische Art. Im Weihnachtsurlaub erhielt der Trainer den Anruf, ein frohes Fest war das sicher nicht im Hause Slomka. Der Geschasste könnte auf Rache sinnen und mit einem Sieg dafür sorgen, dass sein Nachfolger Tayfun Korkut in den Osterferien ein ähnliches Ei ... ja, Sie wissen schon. Es könnte aber, wenn wir uns recht erinnern, auch zu einem Novum in der Bundesliga kommen: Wenn es dumm läuft, müssen am Ende der Saison sowohl Hannover 96 als auch der Hamburger SV in die Zweite Liga. Mirko Slomka wäre dann der erste Trainer, der in einer Saison bei zwei Vereinen arbeitete, die am Ende abstiegen.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Bayern gegen Dortmund. Es geht zwar wieder rund. Bayerns neuer Präsident Karl Hopfner vertritt Uli Hoeneß und streitet mit Hans-Joachim Watzke vom BVB über das Darlehen, das die Bayern vor zehn Jahren den damals verschuldeten Dortmundern gewährt hatten. Wie viele Zinsen die Borussia zahlte, dazu gibt es verschiedene Aussagen. Hopfner nennt Watzke jetzt Baron Münchhausen, "und das ist noch geschmeichelt". Es sei diskriminierend zu sagen, Hoeneß sei "keine Mutter Teresa", wie Watzke das getan hatte. Watzke entgegnet, Hopfner habe ihn "persönlich beleidigt". Das geplante Essen vor dem Spiel fällt aus. Das alles wären beste Vorzeichen für einen ordentlichen Kampf, zumal Karl-Heinz Rummenigge prophezeit: "Es wird wie bei Barça gegen Real zur Sache gehen." Pep Guardiola denkt tatsächlich an Real, allerdings an das Halbfinale in der Champions League. Dort trifft der FC Bayern auf die Königlichen, die es am Dienstag fast noch fertig brachten, den Riesenvorsprung auf Dortmund zu vergeigen. Vermutlich nicht das unglücklichste Los. Oder gar ein Freilos, wie viele schon glauben. Chelsea wäre durch José Mourinho zum Psychoduell geworden. Atlético ist zwar das ärmere Madrid, aber unter Coach Simeone das aggressivere und stärkere. Und die Bundesliga? "Die ist vorbei", sagt Guardiola.

Wer steht im Blickpunkt?

Janus war ein römischer Gott. Alte Münzen zeigen ihn mit doppeltem Gesicht, eins schaut vorwärts, eins rückwärts. Göttern begegnete man in der Antike unterwürfig, etwa die Proskynese, mit dem Gesicht nach unten flach auf den Boden. Auch Jürgen Klopp hat zwei Gesichter. Das Video oben, das zurzeit die Runde macht, zeigt sein freundliches. Auf der Abschiedsparty Antonio da Silvas beweist Klopp, wie gut er mit Fußballern umgehen kann. "Ein Leben lang wirst du mein Spieler bleiben", sagt Klopp dem zu Tränen gerührten Brasilianer. "Ein Leben lang kannst du mich anrufen, wenn du Hilfe brauchst." Journalisten hingegen bekommen oft Klopps Rückseite zu sehen. Im Video unten hat das Medienmagazin Zapp die Schroffheiten gesammelt, mit der Klopp auf Reporterfragen reagiert. Ein Beispiel: "Béla, nicht so ein Zeug fragen!" In einer Szene meckert er sogar über nicht gestellte Fragen. Auch die Satiresendung Extra3 hat sich dem "Seitenliniencholeriker" gewidmet. Klopps Medienallergie hänge damit zusammen, dass ihm Erfolg und Wertschätzung zu Kopf gestiegen seien, wie ein Autor der Süddeutschen Zeitung in dem Zapp-Beitrag sagt. "Viele liegen ihm zu Füßen." Vielleicht sollten wir Journalisten das demnächst wörtlich nehmen, um vom Dortmunder Gott Milde für unsere Unwissenheit zu erbeten.