US-Präsident Barack Obama hat sich in die Rassismus-Vorwürfe gegen den Besitzer eines amerikanischen Basketballvereins der NBA eingeschaltet. Er verurteilte die Aussagen, die dem Clubchef der Los Angeles Clippers, Donald Sterling, zugeschrieben werden, als "unglaublich rassistisch beleidigend". Obama sagte, er sei zuversichtlich, dass NBA-Commissioner Adam Silver sich der Bemerkungen annehmen werde. "Wenn ignorante Menschen ihre Ignoranz zur Schau stellen wollen, musst du nichts machen, außer sie reden zu lassen", sagte Obama.

Auf den Ton-Aufzeichnungen soll einem Bericht des Internetportals TMZ zufolge Clippers-Clubchef Donald Sterling zu hören sein, wie er im Gespräch mit seiner Freundin V. Stiviano rassistische Bemerkungen macht. Die Aufnahmen sollen vom 9. April stammen. Die Person auf der Aufzeichnung fordert, dass seine Freundin keine "schwarzen Menschen" mit zu "seinen Spielen" bringen solle. Er bezieht diese Aussage auch auf die frühere NBA-Legende Earvin Magic Johnson. Auslöser des Gesprächs war ein Foto, das seine Freundin auf Instagram hochgeladen hatte und das sie zusammen mit Magic Johnson zeigt.

Die Person auf der Aufnahme sagt: "Du kannst mit Schwarzen schlafen. Du kannst sie mit nach Hause nehmen, du kannst tun, was immer du willst. Das Wenige, was ich von dir verlange, ist, dass du das nicht öffentlich präsentierst und sie nicht zu meinen Spielen bringst." V. Stiviano, die selbst mexikanische und schwarze Vorfahren hat, solle keine Bilder von Magic Johnson und sich auf Instagram zeigen. "Und bringe ihn nicht zu meinen Spielen mit."

Das Team der Los Angeles Clippers besteht zum großen Teil aus schwarzen Spielern. Die NBA kündigte an, für schnellstmögliche Aufklärung sorgen zu wollen. Die NBA ist die amerikanische Profiliga des Basketballs; sie gilt als beste Basketball-Liga der Welt. 

Donald Sterling wurde bereits mehrfach rassistisches Verhalten vorgeworfen. Zweimal wurde er von einem Bundesgericht verklagt, weil er angeblich keine Wohnungen an Schwarze und Latinos vermieten wollte. Auch ein ehemaliger Spieler, Elgin Baylor, hatte Sterling wegen rassistischer Diskriminierung verklagt; verurteilt wurde er jedoch nicht.