Der FC Bayern München hat bei der Deutschen Fußball Liga die Einführung der Torlinientechnologie für die erste Bundesliga beantragt. Ein entsprechendes Schreiben habe der Verein an Ligapräsident Reinhard Rauball geschickt, teilte der Bundesligist mit

Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge plädierte für die Neuerung, "weil wir den Fußball und vor allem die Schiedsrichter künftig besser schützen müssen". Es sei unerträglich, "in welchem Maße die Unparteiischen, die nicht auf Wiederholung, Zeitlupen und sogar mathematische Berechnungen zurückgreifen können, öffentlich an den Pranger gestellt werden", hieß es in der Mitteilung. "Dies kann und sollte künftig verhindert werden."

Erst im März hatte in einer DFL-Mitgliederversammlung die Mehrheit der deutschen Proficlubs aus den beiden Bundesligen gegen technische Hilfsmittel bei der Torentscheidung votiert. Weil es sich dabei laut Rummenigge vorwiegend um Zweitligisten handelte, die sich die Neuerung nicht leisten könnten, betreffe der jetzige Antrag nur die Vereine der ersten Liga. Über den Antrag soll auf der nächsten Mitgliederversammlung beraten werden.

Zuletzt hatte eine Szene im DFB-Pokalfinale die Debatte neu entfacht: Borussia Dortmund war beim 0:2 nach Verlängerung gegen die Bayern ein Tor durch Mats Hummels nicht anerkannt worden.