Das Spiel Japan gegen Ex-Europameister Griechenland haben ist torlos geblieben. Nach ihren Auftaktniederlagen zur Fußball-WM in Brasilien trennten sich die Teams in Natal 0:0. Um noch in die K.o.-Phase einziehen zu können, müssen die Japaner im dritten Spiel gegen das bereits qualifizierte Kolumbien gewinnen.  Griechenland muss dafür die Elfenbeinküste schlagen.

Fehlen wird dann Griechenlands Kapitän Konstantinos Katsouranis, der wegen wiederholten Foulspiels schon nach 38 Minuten Gelb-Rot sah. Damit droht den Griechen das dritte Vorrunden-Aus bei der dritten WM-Teilnahme.

"Ohne die Rote Karte hätten wir gewinnen können. Japan war in der zweiten Halbzeit dominierend, aber wir haben uns gewehrt", sagte Griechenlands Trainer Fernando Santos. Er will noch nicht aufgeben: "Hinter Kolumbien ist der zweite Platz noch nicht vergeben. Wir sind aber abhängig von den Anderen, die Elfenbeinküste ist in der besseren Position."

Bei Temperaturen um die 30 Grad und gelegentlichem Regen entwickelte sich ein wenig unterhaltsames Spiel. Die technisch versierten Japaner kontrollierten das Match, kamen aber lange kaum zu Torchancen. Wie gewohnt agierten die Griechen aus einer dicht gestaffelten Abwehr und setzten schon vor dem Platzverweis auf Konter.

Dabei wäre dem Europameister von 2004 zwei Minuten nach dem Gelb-Rot für Katsouranis fast das Führungstor geglückt. Doch Japans Keeper Eiji Kawashima konnte den Schuss von Vasilios Torosidis aus zehn Metern abwehren. Zuvor waren in der ersten Halbzeit schon Panagiotis Kone (11.) und Ioannis Maniatis (26.) zu kleineren Chancen gekommen.

Japaner spielten offensiv, Chancen hatten die Griechen

Das taktische Konzept von Santos war dabei nicht nur wegen der Gelb-Roten Karte gestört worden. So musste Stürmer Kostas Mitroglou mit Rückenbeschwerden vom Platz.  Für ihn kam der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Theofanis Gekas.

Die Asiaten versuchten schnell zu spielen, aber sie vergaben ihre Chancen. Yuya Osako zirkelte einen Schuss aus halblinker Position neben das Tor (21.). Außerdem vergab Milan-Mittelfeldspieler Keisuke Honda nur knapp, der griechische Schlussmann Orestis Karnezis (29.) konnte abwehren.

Auch im zweiten Durchgang blieb das Spiel schlecht. Japan spielte offensiv, Chancen hatten aber die Griechen. Wie etwa in der 60. Minute, als Gekas per Kopf an Kawashima scheiterte. Dann setzten die Japaner aber doch zur Schlussoffensive an. Erst hatte Yoshito Okubo die Chance zur Führung (68.), anschließend scheiterte der Schalker Atsuto Uchida aus kurzer Entfernung (71.). Und in der 89. Minute schoss Yasuhito Endo einen guten Freistoß, der knapp da

Japan:  1 Kawashima - 2 Uchida, 22 Yoshida, 15 Konno, 5 Nagatomo - 16 Yamaguchi, 17 Hasebe - 9 Okazaki, 4 Honda, 13 Okubo - 18 Osako

Griechenland:  1 Karnezis - 15 Torosidis, 4 Manolas, 19 Sokratis, 20 Holebas - 2 Maniatis, 21 Katsouranis, 8 Kone - 18 Fetfatzidis, 9 Mitroglou, 7 Samaras

Schiedsrichter: Aguilar (El Salvador)

Zuschauer: ca. 39.000

Karten: Hasabe (11., gelb) / Katsouranis ( 27., 38., gelb-rot), Samaras (54., gelb), Torosidis ( 88., gelb)