Die Kämpfe zwischen prorussischen Separatisten und Regierungstruppen vertreiben den Profi-Fußball aus Donezk. Der ukrainische Fußballmeister Schachtar Donezk verlegt seine Zentrale in die Hauptstadt Kiew.  

Seine Heimspiele in der Champions League und der ukrainischen Liga werde der Club in der etwa 1.000 Kilometer von Donezk entfernten Stadt Lwiw im Westen des Landes austragen, teilte Vereinspräsident Sergej Palkin mit. 

Der Club war vor einigen Tagen in Schwierigkeiten geraten, weil sich sechs Spieler aus Brasilien und Argentinien nach einem Spiel in Frankreich weigerten, nach Donezk zurückzukehren. Club-Chef Palkin sagte, man bemühe sich, die fünf Brasilianer und den Argentinier zur Rückkehr in die Ukraine zu bewegen.    

Donezk ist eine von zwei Großstädten in der umkämpften Ostukraine, in der prorussische Separatisten die Kontrolle ausüben. Etwa 60 Kilometer entfernt war vergangene Woche ein malaysisches Verkehrsflugzeug abgestürzt. Ursache war vermutlich eine Rakete, die die Separatisten abschossen – möglicherweise ohne Absicht, die Passagiermaschine zu treffen. Alle 298 Menschen an Bord wurden getötet.

Der europäische Fußballverband Uefa hatte Schachtar Donezk vier Fußballstadien als Austragungsort seiner Spiele zur Auswahl gestellt.