Taktisch klug - Der Fehlpass ist im Fußball der letzte Schrei Ballbesitz bringt nichts mehr. Einige Bundesligatrainer wollen Fehlpässe taktisch ins Spiel einstreuen. Wozu das gut sein soll, erklärt Oliver Fritsch.

In den vergangenen Jahren ist die Defensive immer stärker geworden. Die Räume für die Angreifer werden enger. Den Ball zu haben bringt nicht mehr viel, Tore fallen meist unmittelbar nach der Balleroberung. Was lassen sich die Elitetrainer also einfallen, wenn die Offensive keine Lücke mehr findet und sich nur noch den Ball zuschiebt? Man spielt ihn absichtlich zum Gegner – um ihn dem gleich wieder abzunehmen und ins Tor zu schießen.

Den "klugen Fehlpass" nennt das Frank Wormuth, der Chefausbilder des DFB. Auch Pep Guardiola setzt zunehmend auf das Tor im zweiten Anlauf. Er kalkuliert den eigenen Fehlschlag ein. Doch es gibt auch Trainer und Experten, die zweifeln, ob das tatsächlich eine kluge Strategie ist. Und ob's das wirklich gibt.

In unserer Video-Serie widmet sich Oliver Fritsch dem ABC des Fußballs. Taktisch klug richtet sich nicht in erster Linie an Fußballnerds und Taktikgurus. Wir wollen mit der Video-Serie Grundwissen des Fußballs vermitteln. Wenn Sie eine Anregung haben oder von einer Frage gequält werden, die Sie schon immer stellen wollten, aber es nicht wagten, geben Sie uns bitte einen Hinweis. Oliver Fritsch hat die C-Lizenz und war Trainer und Spielertrainer in verschiedenen Vereinen, etwa der SV Blankenese (Landesliga Hammonia, Hamburg) oder des RSV Büblingshausen (Kreisoberliga Wetzlar, Hessen).