Wer spielt wann gegen wen?

Bayern München – VfL Wolfsburg (Freitag, 20.30 Uhr)
TSG Hoffenheim – FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr)
Hannover 96 – FC Schalke 04
Hertha BSC – Werder Bremen
Eintracht Frankfurt – SC Freiburg
1. FC Köln – Hamburger SV
Borussia Dortmund – Bayer Leverkusen (Samstag, 18.30 Uhr)
SC Paderborn – 1. FSV Mainz 05 (Sonntag, 15.30 Uhr)
Borussia M'gladbach – VfB Stuttgart (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Keines natürlich, weil es wieder los geht. Die erste Post-Weltmeister-Spielzeit. Endlich wieder Clubfußball. Es soll ja Leute geben, die emotional nicht so viel anfangen können mit diesen großen Turnieren alle zwei Jahre. Harte Vereinsknochen, die für die Mädchen mit den schwarz-rot-goldenen Fähnchen auf den Wangen nur Verachtung übrig haben. Allesfahrer, die irritiert sind, wenn plötzlich die Bäckersfrau, der Tankwart oder der sonst komplett sportapathische Nachbar über Fußball redet. Dauerkartenbesitzer, die nie im Leben auf eine Fanmeile gehen würden. All jenen wird ab diesem Freitag geholfen. Die Bundesligafans sind wieder unter sich. Wie schön. Kein Schland, sondern Scheiß FCB. Kein Messi, sondern Mölders. Kein Caipirinha, sondern Paderborner.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Gar keines, wie oben ausgeführt. Die einzigen, die künftig mal wegbleiben wollen, sind die Polizisten. In einem Pilotprojekt will das nordrhein-westfälische Innenministerium die Polizeipräsenz bei Fußballspielen reduzieren. Keine schlechte Idee, fördern martialisch auftretende Einheiten im Ferguson-Stil doch eher Aggressivität statt sie einzudämmen. NRW hat sich dafür sogenannte Nichtrisikospiele ausgeguckt, wie zum Beispiel das des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV. Das größte Sicherheitsrisiko ist da ein frei laufender Pierre-Michel Lasogga.

Die Debatte darüber, wer die Polizeieinsätze bei Fußballspielen bezahlen soll, wurde in der Sommerpause heiß geführt. Der Bremer Vorstoß, der Fußball möge sich doch bitte beteiligen, reich genug sei er ja, wurde vom DFB, ätschibätschi, mit dem Entzug des Bremer Länderspiels gegen Gibraltar bestraft. Eine Entscheidung, so schnell, unverhältnismäßig und beleidigt getroffen, dass sie vor allem eines zeigt: Die Bremer haben damit einen sehr wunden Punkt der deutschen Fußballfunktionäre getroffen.

Wer steht im Blickpunkt?

Die Weltmeister. Doch wo sind sie denn? Von den 14 Spielern, die das WM-Finale gegen Argentinien gewannen, werden nur sechs Mann am Wochenende auf dem Platz zu sehen sein: Manuel Neuer, Philipp Lahm, Thomas Müller, Mario Götze, Christoph Kramer und Benedikt Höwedes. Alle anderen sind noch unpässlich. Jérôme Boateng ist gesperrt, Bastian Schweinsteiger verletzt, Mats Hummels fühlt sich noch nicht, Toni Kroos passt sich mittlerweile durch Madrid und Mesut Özil, Miroslav Klose, André Schürrle und Per Mertesacker spielen eh ganz woanders. Blöd.