Die deutsche Freistil-Staffel über 4 x 200 Meter hat den zweiten EM-Titel der deutschen Beckenschwimmer gewonnen. Robin Backhaus, Yannick Lebherz, Clemens Rapp und Paul Biedermann schwammen in Berlin in 7:09,00 Minuten zu Gold. Schlussschwimmer Biedermann überholte die bis dahin führenden Russen und sicherte unter dem tosenden Jubel der 5.000 Zuschauer den Titel. "Die Jungs haben tolle Arbeit gemacht. So macht das Spaß mit der Kulisse im Rücken", sagte Biedermann nach dem Rennen.

Der Sieg überraschte sogar ihren eigenen Trainer. "Nach der Hälfte habe ich maximal mit Platz zwei gerechnet", erklärte Frank Embacher. Der Heimtrainer jubelte völlig ausgelassen, als Biedermann von Platz drei zum Titel raste. Titelverteidiger Deutschland holte damit die insgesamt sechste Medaille der deutschen Beckenschwimmer im Velodrom. Russland wurde Zweiter vor Belgien.

Zuvor hatte Christian Diener Platz zwei über 200 Meter Rücken belegt. Der 21-Jährige schlug in persönlicher Bestzeit von 1:57,16 Minuten an. "Nachdem ich angeschlagen habe, sind alle Sterne vom Himmel gefallen", sagte Diener nach dem Rennen. "So ein geiles Gefühl. Ich wollte hier unbedingt eine Medaille gewinnen, sonst wäre ich hier nicht weggegangen." Jan-Philip Glania, Bronzemedaillengewinner über 100 Meter, belegte beim Sieg des Olympia-Vierten Radoslaw Kawecki (Polen/1:56,02 Minuten) Platz sieben.

Siege gab es für Francesca Halsall (Großbritannien) in 27,81 Sekunden über 50 Meter Rücken, Federica Pellegrini (Italien) in 1:56,01 Minuten über 200 Meter Freistil und den Briten Adam Peaty in 27,00 Sekunden über 50 Meter Brust. Hendrik Feldwehr (Essen) wurde hier in 27,72 Sekunden Achter. Platz sechs bedeutete für Isabelle Härle in 16:17,55 Minuten über 1.500 Meter Freistil zwar persönliche Bestzeit, aber in den Medaillenkampf konnte sie nicht eingreifen. Es siegte die Spanierin Mireia Belmonte (15:57,29).