Seid ihr alle da, liebe Kinder? Jaaaa?

Einen Monat genau ist's her, da wurde Deutschland Weltmeister. Das war toll. Weil es der Jogi endlich geschafft hat. Brasilien 7:1. Und erst das Endspiel in Rio! Schöner kann's nicht werden. Alle hatten sich lieb, sogar die Bayern und die Dortmunder. Die finden sich sonst doof, weil sie beide so gut sind. Plötzlich feierte Schweini mit Kevin. Der feierte mit Müller. Und der feierte mit Mats. Hach!

Man musste sich fast Sorgen machen: Wie soll das nur werden nach der WM, wenn sich in der Bundesliga alle lieb haben? Am schönsten war es doch immer, wenn sich alle blöd fanden. Wenn sich der Uli und der Aki oder der Kloppo und der Matze mit ihrer Klatsche eins verpassten.

Doch das mit dem Liebhaben hat schon in Rio nicht so ganz gestimmt. Der Schweini hat gleich ein paar Tage später gemeine Sachen über die Mütter der Dortmunder gesungen. Dann hat er sich zwar entschuldigt und die Dortmunder haben das alle angenommen. Doch wer's glaubt, wird selig.

Manche Dortmund-Fans haben sich ja schon über das Tor der Deutschen nicht ganz so gefreut. Die riefen nicht Tor, sondern Fuck You, Götze! Das ist ein schlechtes Wort. Die sind dem Mario für immer böse, weil er von Dortmund zu den Bayern gegangen ist. Und den Bayern sind sie böse, weil sie dem Mario deshalb ganz viel Geld gegeben haben.

Und jetzt stimmt das mit dem Liebhaben noch viel weniger. Wegen Geld. Davon hat der Kalle, das Krokodil aus München, viel. Damit wedelt und davon redet es gern. Jetzt hat es Sachen über den Marco gesagt, den Dortmunder Renner mit den komischen Haaren. Sachen, die es gar nicht so genau wissen kann, und die es eigentlich nix angehen. Zum Beispiel, wie viel Geld der Renner kostet. Der Marco gehört dem Kalle nämlich gar nicht, aber er möchte ihn gerne als neuen Spielkameraden für den Mario oder den Robert aus Polen, den die Bayern auch mit Geld aus Dortmund weggelockt haben. Vielleicht will der Kalle auch bloß die Dortmunder ein bisschen ärgern.

Das hat der Kalle geschafft. Die Chefs der Dortmunder sind sauer. Einer von ihnen, die Susi, sagt, dass sie so was noch nicht erlebt hat. Und dass der Kalle seinen Mund halten soll. Und  der Aki, der andere Dortmunder Chef, will mit dem Kalle nicht mehr essen gehen. Das machen die sonst immer, da gibt es leckere Sachen. Dem Kalle macht das aber nix aus, dass der Aki nicht mehr will. Nicht weil der Kalle keinen Hunger mehr auf leckere Sachen hat. Doch zum "Candlelight-Dinner", so nennt das der Kalle, geht er eh lieber mit anderen. Paff, das saß!

Der Aki sagt zum Krokodil Kalle, dass die Dortmunder und die Bayern jetzt keine Freunde mehr sind. Genau genommen waren sie das ja nie. Aber jetzt halt noch viel weniger. Die anderen wissen das auch. Zum Beispiel der Kloppo, der mit den Zähnen. Der sagt, Fußballer können Freunde sein, doch im Sandkasten hört die Freundschaft auf. Und der Manuel ausm Tor sagt das auch.

Heute spielen Bayern und Dortmund im Supercup gegeneinander. Vielleicht spielen die noch nicht so gut wie sie können, weil die WM für alle so anstrengend war. Beim Sichdooffinden sind alle aber schon sehr gut drauf. Das ist doch das Wichtigste, denn nächste Woche öffnet das Kasperletheater Bundesliga wieder. Und wir sind wieder alle da. Tri tra trullala.