Wer spielt wann gegen wen?  

FC Schalke 04 - FC Augsburg (Freitag, 20.30 Uhr)
1. FSV Mainz 05 - Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr)
Hannover 96 - Eintracht Frankfurt
VfB Stuttgart-  VfL Wolfsburg
Hamburger SV - Bayer Leverkusen
FC Bayern München - Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr)
Borrussia Mönchengladbach - TSG Hoffenheim (Sonntag, 15.30 Uhr)
1. FC Köln - SC Freiburg (Sonntag, 17.30 Uhr)
SC Paderborn - Hertha BSC

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Bayern gegen Dortmund. Es gibt viele Anzeichen, dass der "deutsche Clásico" nicht mehr das ist, was es vor Kurzem noch war. Beide Teams trennen derzeit vierzehn Tabellenplätze und einiges andere. Aus München stehen zum Beispiel sechs Spieler auf der Fifa-Longlist der Wahl zum Weltfußballer – sechs mehr als aus Dortmund. Auch beim Pokalspiel in Hamburg am Mittwoch zeigten die Bayern wieder ihre Stärke. Sie boten dem unterlegenen Gegner während des Spiels (unausgesprochen) ein 3:0 an. Als der HSV frech wurde und kurz vor Ende ein Tor schoss, bestraften ihn die Bayern mit strengen Angriffen. Nur der Zufall und der Hamburger Keeper verhinderten ein Debakel. Und der BVB?

Der BVB ist zurzeit so schlecht, dass Mehmet Scholl eine mittelmäßige Leistung beim Pokalsieg in St. Pauli starkreden musste. Der BVB ist so schlecht, dass Erika, eine Frau aus dem Catering, Jürgen Klopp auf der Pressekonferenz tröstete. "Sie haben uns zum Erfolg getragen, heute tragen wir Sie durch die Krise." Wenn solche Liebeserklärungen nötig seien, sagte der gerührte Klopp, sei "die Kacke wirklich am Dampfen". Der BVB ist so schlecht, dass sogar Kalle Rummenigge im Streit Reus "keine weitere Unruhe reinbringen" wolle, wie er steif und fest beteuert. Irgendwie wird man dennoch das Gefühl nicht los: Wenn die Bayern einer schlägt, dann der BVB. Und andersrum stimmts kurioserweise auch: Wenn Dortmund einen schlägt, dann die Bayern.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Die des Samstagnachmittags. Der war mal das Herzstück der Bundesliga. Man wusch das Auto und hörte die Radiokonferenz, dort liefen sechs bis neun Spiele gleichzeitig. Es fielen dramatisch-schöne Sätze wie: "Ich höre Jubel in Essen, Jochen Hageleit." Inzwischen hat die DFL den Samstagnachmittag auf fünf Spiele kastriert, an diesem Wochenende sind es sogar nur vier, weil Nordrhein-Westfalen Rücksicht auf den Feiertag Allerheiligen nimmt. Und wer spielt dann? Die Mittelmaßteams aus Hannover, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und Bremen.

Wer steht im Blickpunkt?

Mal wieder Hakan Çalhanoğlu. Der Leverkusener kehrt nach Hamburg zurück. Zwar hieß es erst, er sei verletzt; jetzt spielt er aber wohl doch. Erst vor zwei Wochen legte er einen denkwürdigen Sportstudio-Auftritt hin. Bei einem Eifersuchtsdrama sei er von seinem Mitspieler in der türkischen Nationalelf, Gökhan Töre, mit der Waffe bedroht worden. Und er beschwerte sich über Oliver Kreuzer. Mit dem damaligen HSV-Sportdirektor hatte Çalhanoğlu im Februar seinen Vertrag bis 2018 verlängert. Im Sommer wurde er plötzlich krank: psychische Probleme, er fühle sich unwohl in Hamburg, sagte er. Als der HSV ihn nach Leverkusen ziehen ließ, wurde Çalhanoğlu sehr schnell wieder sehr munter. Seitdem zirkelte er für Bayer ein paar Freistöße in den Winkel. In Hamburg greifen sie in solchen Momenten wehmütig zum Smartphone und schwelgen in Erinnerungen. Am Samstag werden die Fans buhen, pfeifen, hoffentlich aber hinterm Zaun bleiben. Und nicht Schals ins Gesicht klatschen, wie bei Franck Ribéry. Plakate gegen Çalhanoğlu will die Vereinsführung entfernen, Pistolen ohnehin.