Wer spielte wie gegen wen?

SC Freiburg – 1. FC Köln  1:0 (1:0)
TSG Hoffenheim – Borussia Mönchengladbach  1:4 (1:3)
Werder Bremen – FSV Mainz 05  0:0
Eintracht Frankfurt – Hannover 96  2:2 (0:1)
VfL Wolfsburg – VfB Stuttgart  3:1 (1:1)
Bayer Leverkusen – Hamburger SV  4:0 (2:0)
Borussia Dortmund – Bayern München  0:1 (0:1)
FC Augsburg – FC Schalke 04  0:0
Hertha BSC – SC Paderborn  2:0 (0:0)

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Das der neuen Tempo-trifft-Urgewalt-Borussia, die ihre Qualität unter erschwerten Bedingungen bewies. In Sinsheim geriet Gladbach früh in Rückstand, musste fast fünf Minuten darauf warten, einen Elfmeter treten zu dürfen – und zehn Minuten später stand es 1:3, beim Schlusspfiff sogar 1:4. Patrick Herrmann war zunächst ein Tor per nicht gegebenem Vorteil aberkannt worden. Machte aber nix, denn nach der Behandlungspause für die zeitgleich zusammengerasselten Hoffenheimer Hintermänner baute Kruse seine Elfer-Quote auf 9 von 9 aus. Herrmann reagierte mit einem Doppelpack und einem Assist. Ganz Mönchengladbach geht nun also mit höchst unpreußischem Swag ins Borussia-Duell am kommenden Spieltag. Ganz Mönchengladbach? Nein! Christoph Kramer holte sich lieber noch schnell eine Gelbsperre ab, um das Risiko zu eliminieren, sein, äh, Traumtor gegen den BVB zu wiederholen, das auf Kommentatoren wirkt wie Lachgas.

 Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

"Entweder du packst deine Tasche und fährst oder..." – Jürgen Klopp kennt die geflügelten Worte aus dem Trash-TV, das hat er in einem Interview bewiesen – "...du packst deine Tasche und gehst!" Das sind die einzigen beiden Optionen, die einem erfolglosen Fußballtrainer normalerweise offenstehen. Dass Kloppo als BVB-Trainer noch lebt und dass Aki Watzke mit ihm auch in die nächste Saison gehen will, ist ein Osterwunder. Das Spiel gegen verletzungsgeschwächt kreativzentrumlose Bayern wurde zur Defensivschlacht, die der BVB am Ende mit einem Foulelfmeter oder ohne Neuers Weltklasseparade halbwegs verdient hätte ausgleichen können. Das alles war so schön wie Lewandowskis Abstaubertor: gar nicht. Dasselbe gilt für die Sonntagsspiele, deren Tiefpunkt Paderborn lieferte (nach wie vor nur zwei Törchen in der gesamten Rückrunde).

Worüber reden nach dem Spieltag alle?

Über Leverkusens Offensivkräfte, die auch Löws Offensivkräfte sein könnten. Gonzalo Castro machte das erste und letzte Tor selbst und bereitete das 2:0 vor. Das wiederum besorgte, ebenso wie das 3:0, Stefan Kießling. Gegner war zwar nur der HSV, der derzeit nicht lebendiger ist als seine Dino-Artgenossen und tatsächlich genau so "viel" drauf hat wie Bremen-Fans spotten. Doch auch falls Bayers deutsches Duo im Pokal-Viertelfinale am Mittwoch die Bayern erlegen sollte, würde Löw wohl eher auf Knien nach Rom rutschen, um Miro Klose um ein Comeback anzubetteln, als bei Kießling oder Castro anzuklopfen. Was kein Urin an Kloses Karren sein soll: Der 36-Jährige traf für Lazio zum sechsten Mal in zehn Spielen.