Die Bundesliga könnte künftig auch am Montag stattfinden. © Sascha Schuermann/AFP/Getty Images

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) plant offenbar die Spieltage der Bundesliga weiter zu strecken. Den Plänen nach sollen ab der Saison 2017/18 einzelne Spiele am Montag um 20.15 Uhr und am Sonntag um 13.30 Uhr stattfinden. Einen entsprechenden Vorschlag habe die DFL dem Bundeskartellamt zur Prüfung vorgelegt, berichtet das Magazin Sponsors.

Die neuen Anstoßzeiten sollen nicht für alle Spieltage gelten. Über die Saison verteilt sollen nur jeweils fünf Partien am Montag und frühen Sonntagnachmittag stattfinden. Gestrichen würde an jenen Spieltagen eine Partie der bislang fünf zeitgleich stattfindenden Spiele am Samstag um 15.30 Uhr. Dies solle die Mannschaften entlasten, die donnerstags in der Europa League antreten.

Weniger zeitgleiche Partien bedeuten aber auch eine längere Sendezeit und damit zusätzliche Fernseheinnahmen. Die DFL würde davon durch höhere Einnahmen beim Verkauf der Vermarktungsrechte profitieren.

Die Pläne sehen zudem eine Verkürzung der Berichte im frei empfangbaren Fernsehen vor. So gebe es Überlegungen, die Zusammenfassung am Samstagabend auf 45 Minuten zu halbieren. Momentan zeigt die Sportschau der ARD diese Spiele.

Live im Free-TV sollen hingegen weiter das Saison- und das Rückrundeneröffnungsspiel, sowie die Relegationsspiele und der Supercup zu sehen sein.

Die Zahl der Spiele, die am Samstag um 18.30 Uhr angepfiffen werden, soll auf 29 festgelegt werden. Bislang schwankte die Zahl des sogenannten Topspiels pro Saison zwischen 23 und 32.

Aktuell erhält die DFL durchschnittlich 628 Millionen Euro pro Saison. Sie schreibt die Vermarktungsrechte jeweils für vier Jahre aus. Der englische Fußballverband hatte Anfang des Jahres einen neuen Vertrag für die Jahre 2016 bis 2019 abgeschlossen und wird in der Zeit pro Saison 2,7 Milliarden Euro einnehmen. Pro Spiel bezahlen dort die TV-Sender umgerechnet 13,8 Millionen Euro. Anders als in England will die DFL alle Spiele an nur einen Sender vergeben.

Die letzte Spielplanänderung – die Einführung einer zweiten Anstoßzeit am Sonntag und des Samstagabendspiels – vor sechs Jahren führte zu umfangreichen Protesten unter den Fußballfans. Sie wollen, dass möglichst viele Spiele zur traditionellen Zeit am Samstag um 15.30 Uhr beginnen.