Wer spielt wann gegen wen?

1. FC Köln – FC Ingolstadt 04 (Freitag, 20.30 Uhr)
VfL Wolfsburg – Hannover 96
VfB Stuttgart – Borussia Mönchengladbach
FC Augsburg – 1899 Hoffenheim
SV Werder Bremen – Bayer Leverkusen
FSV Mainz 05  – FC Bayern München (alle Samstag, 15.30 Uhr)
Hamburger SV – FC Schalke 04 (Samstag, 18.30 Uhr)
Eintracht Frankfurt – Hertha BSC (Sonntag, 15.30 Uhr)
Borussia Dortmund – SV Darmstadt 98 (Sonntag, 17.30 Uhr)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Wolfsburg gegen Hannover. In Hannover wird's nach fünf Niederlagen in Serie eng. Die neuen Spieler schlagen nicht ein, die alten kriegen es auch nicht hin. Martin Kind holt schon mal die Guillotine raus. "Die Leistungsstruktur ist nicht ausreichend", sagte Hannovers Präsident und noch einiges andere, das einen Trainer aufhorchen lassen muss. Michael Frontzeck war im Mai noch der Retter, doch sein Bonus ist verzehrt. Ist das Spiel in Wolfsburg seine letzte Chance? Vielleicht gar überhaupt in der Bundesliga? Den Vorwurf, ein Theoretiker zu sein, hat man ihm noch nie gemacht. Worauf er bauen kann, ist Sympathie. Bei seinen Spielern ist er extrem beliebt, eine alte Anekdote beweist das: Als er 2009 von Bielefeld am vorletzten Spieltag durch Jörg Berger ersetzt worden war, musste die Arminia eine Woche später gegen Hannover 96 ran. Dort war Frontzeck zuvor Co-Trainer gewesen. Seine Ex-Spieler sollen sich aus Solidarität mit ihm, dem Gefeuerten, besonders ins Zeug gelegt haben. Bielefeld verlor und stieg ab, Frontzeck war gerächt. Ob dieses Konzept auch dieses Jahr trägt, ist allerdings fraglich. Sein Klub ist Letzter in der Tabelle, das kann nicht mal eine VW-Software schönrechnen. Aber vielleicht hilft ja die generöse, lewandowskitraumatisierte Wolfsburger Defensive um Naldo und Dante, zwei Absolventen der brasilianischen Abwehrschule.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Köln gegen Ingolstadt, das Freitagsspiel. Nicht, dass wir dem vierten 1:0-Sieg im vierten Auswärtsspiel der Aufsteiger nicht auch etwas abgewinnen könnten. Doch nach dieser spektakulären, sagenhaften, ekstatischen englischen Woche, in der wir erfahren durften, was in neun Minuten alles möglich ist, würde uns allen ein zusätzlicher fußballfreier Tag guttun. Wir müssen auch mal Luft holen, wir sind doch keine Junkies.

Wer steht im Blickpunkt?

Martin Winterkorn. Beim VfL Wolfsburg fragt man sich, was es bedeutet, dass einer der größten Fans des Vereins nun zurückgetreten ist. Nun fällt womöglich ein Schalträger und -käufer weg, die Absätze im VfL-Shop dürften um zweistellige Prozentraten sinken. Vor allem hängt der Pokalsieger am Tropf des Konzerns. Auch an vielen anderen Bundesligastandorten schaut man skeptisch auf die Entwicklungen bei VW. Die Autobauer sponsern mehr als ein Dutzend Vereine. Auch Aufsichtsrat des FC Bayern ist Winterkorn, in dieser Funktion forcierte er schon mal einen Transfer nach Wolfsburg auf dem kleinen Dienstweg, etwa Luiz Gustavo. Kürzlich kam Dante an den Mittellandkanal. Dem FC Bayern bleibt Winterkorn erhalten, wie er nun mitteilt. "Winterkorn wurde als persönliches Mitglied in den Aufsichtsrat der FC Bayern München AG gewählt", sagt der Bayern-Präsident Karl Hopfner. Verglichen mit den anderen Delikten in diesem Gremium ist der Schmu am Auspuff ja wirklich eine Petitesse. Winterkorn kann also weiterhin die Münchner Gebrauchtwagen nach Wolfsburg verschicken.