Wer spielte wie gegen wen?

 Hamburger SV – FC Bayern  1:2 (0:1)
1. FC Köln – VfB Stuttgart  1:3 (1:1)
Hannover 96 – SV Darmstadt 98  1:2 (1:1)
Hertha BSC – FC Augsburg  0:0
TSG Hoffenheim – Bayer Leverkusen  1:1 (0:0)
FC Ingolstadt – FSV Mainz 05  1:0 (1:0)
Borussia M'gladbach – Borussia Dortmund  1:3 (0:1)
Eintracht Frankfurt – VfL Wolfsburg  3:2 (0:1)
Schalke 04 – Werder Bremen  1:3 (1:1)

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Dortmunds Gastspiel in Mönchengladbach, welches das Team von Jürgen Klopp durch ein wahnwitziges 5:4 in der 95. Minute gewann, woraufhin Klopp im Jubelwahn seiner Brille verlustig ging und die weisen Worte sprach: "Es ist relativ schwierig, ohne Brille seine Brille zu finden." So wäre es zumindest gelaufen, wenn Klopp noch immer in Dortmund seine Feixtänze aufführen würde, macht er aber nicht mehr, was Liverpool in Verzückung versetzt, aber ganz gut für die Gesundheit der Dortmunder Fans ist. Mehr als sieben Jahre Klopp hält kein Herz aus. Unter Thomas Tuchel tritt der BVB noch immer mitreißend auf, aber erwachsener, er kann, wenn nötig, auch mal den Fuß vom Gas nehmen. Beim 3:1 in Gladbach jedenfalls war eine gewisse Souveränität zu erkennen, nur Pierre-Emerick Aubameyang blieb noch in der Winterpause. Auf der Gegenseite fand Gladbachs Kapuzenpullicoach Schubert weise Worte zur Verteidigung des mehrmals vom starken Reus genatzten Innenverteidigerkükens Nico Elvedi (19). "Erfahrung kommt von erfahren."

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Hamburg gegen Bayern. "Das war zum Kotzen für uns", bellte Bruno Labbadia nach dem Abpfiff. Er stöhnte über "billige Tore gegen uns", "Dreckstore". Insbesondere das "Duseltor zum 1:2 kotzt mich einfach an". Recht hat er ja. Aber die Bayern haben auch Sorgen. Dass der BVB seine Spiele gerade souveräner gewinnt als er. Und dass Jérôme Boateng die nächsten Monate damit verbringen muss, ein Muskelbündel im Adduktorenbereich heilen zu lassen.

Wer stand im Blickpunkt?

Dantes Inferno blieb aus. Er traf, und das ansehnlich, aber aus einem ehemaligen Defensivankergaul machste keine Tormaschine. Vielleicht aus Ehrerbietung vor dem Mann mit der cartoonesken Haarpracht beließen es die Wolfsburger in Frankfurt zur Pause beim schmeichelhaftesten 0:1 der Neuzeit. Dann kam Alex Meier, der Leonardo DiCaprio der Eintracht, "The Revenant", von den Totgeglaubten zurück. Meier legte sich mit impulsiven Indianern (Vierinha, Rodriguez), toughen Trappern (Naldo, Guilavogui, und einer bösen Braunbärmama (Benaglio) an, durchkroch die halben USA, übernachtete im Kadaver eines Pferdes, aß Gras und rohen Fisch, glich aus, schoss Frankfurt in Führung – und erhöhte in der Nachspielzeit seine Tagesausbeute flugs auf die Zahl der kombinierten "career goals" von Dante und Schürrle für die Wölfe. Drei wuchtige Buden in 27 Minuten, lupenreiner Hattrick, natürlich aus drei Torschüssen, nun 85 Treffer insgesamt und Günter Netzer (82) sowie Wolfgang Overath (83) hinter sich gelassen: ein ganz normaler Arbeitstag für Alex Meier. Oscarreif, die Goldene Palme trägt er ja schon auf dem Kopf. Fast.


Ehrenvolle Erwähnungen verdienen sich Clemens Fritz (35), der kurz vor seinem Karriereende in seinem 300. Spiel nach Ewigkeiten mal traf und die beiden anderen Bremer Treffer auflegte, sowie Sandro Wagner (Doppelpack in Hannover).