Xabi Alonso vom FC Bayern nach dem Foul von Hoffenheims Tobias Strobl © Matthias Schrader/dpa

FC Bayern gegen 1899 Hoffenheim: 2:0 (1:0)

Der FC Bayern um Torjäger Robert Lewandowski hat zum Ende einer turbulenten Woche unbeirrt seinen Weg zur 26. deutschen Fußball-Meisterschaft fortgesetzt. Nach den Ausfällen von Jérôme Boateng und Javi Martínez sowie dem Wirbel um eine Kabinenansprache von Pep Guardiola bejubelten die Münchner hochverdient ihren zweiten Sieg nach der Winterpause. Beim 2:0 (1:0) gegen den insgesamt harmlosen Tabellenvorletzten 1899 Hoffenheim sorgte Lewandowski (32. Minute/64.) mit seinen Saisontoren 18 und 19 für den nie gefährdeten Erfolg. Mit acht Punkten Vorsprung thront der FC Bayern vor Borussia Dortmund an der Bundesliga-Spitze.

Allerdings musste Guardiola in der Spielvorbereitung wieder einmal improvisieren. Für den am Knie verletzten Martínez, der im Gegensatz zum bis zu drei Monate ausfallenden Boateng nach eigenen Worten nicht ernsthaft verletzt ist, wurde der 20-jährige Joshua Kimmich zu einem ordentlichen, aber nicht immer sicheren Innenverteidiger umfunktioniert. Eine Neuverpflichtung planten die Münchner kurz vor dem Ende der Transferperiode an diesem Montag nicht.

Dabei fiel auch der Ausfall von Martínez zumindest gegen Hoffenheim nicht ins Gewicht. Wie lange der Spanier pausieren muss, ist noch offen. Trotzdem schloss Sammer eine Notverpflichtung so gut wie aus. Man habe ein Top-Team, da könnten auch andere Profis wie etwa Rafinha oder Vidal die Innenverteidigerposition übernehmen.

Gegen den Abstiegskandidaten Hoffenheim stellte Guardiola Kimmich neben Holger Badstuber ins Abwehrzentrum. Und erstmals seit dem 13. Spieltag stand Arjen Robben wieder in der Startelf. "Jeder Gegner ist gefährlich. Wir müssen dafür sorgen, dass sie nicht gefährlich werden können. Es liegt alles bei uns", hatte Robben gewarnt – und war von Anpfiff an auf Betriebstemperatur.

Die Münchner gaben von Beginn an den Ton an, versäumten allerdings ein wenig das Toreschießen. Neun Chancen erspielte sich das Starensemble von der Isar vor der Pause. Doch nur Lewandowski traf. Nach prima Vorarbeit von Douglas Costa bejubelte der Pole nach etwas über einer halben Stunde seinen 18. Saisontreffer in der Bundesliga.

Erst in der 41. Minute kamen die Hoffenheimer zur ersten Chance. Volland-Ersatz Andrej Kramarić prüfte Nationaltorhüter Manuel Neuer. Nach dem Wechsel machten die Bayern da weiter, wo sie aufgehört hatten. Freilich hätte der Kroate Kramarić beinahe wie der Blitz aus heiterem Himmel den Ausgleich geschafft. Kapitän Philipp Lahm krönte seine starke Leistung mit einer Torvorlage. Der eingewechselte Vidal traf noch den Pfosten. Kurz vor Schluss feierte dann noch Abwehrspieler Juan Bernat nach langer Verletzungspause sein Comeback. Am Ende war es war ein Münchner Pflichtsieg, der höher hätte ausfallen müssen.