Die deutschen Spieler jubeln nach dem Sieg gegen Norwegen. ©  Jens Wolf/dpa

Deutschlands Einzug ins Finale der Handball-EM gegen Spanien ist endgültig besiegelt. Norwegens Handball-Verband hat nach eigenen Angaben seinen Protest gegen den Halbfinal-Sieg des deutschen Teams zurückgezogen. Damit spielt die deutsche Mannschaft an diesem Sonntag in Krakau gegen Spanien um den Europameisterschaftstitel. Ursprünglich sollte der mögliche Einspruch durch die Europäische Handball-Föderation bis 12 Uhr verhandelt werden.

Kurz nach dem 34:33(27:27, 14:13)-Erfolg im Halbfinale gegen Norwegen hatten die Skandinavier Protest gegen die Wertung des Spiels eingelegt. Nach Ansicht der Norweger waren zu viele deutsche Spieler bereits vor der Schlusssirene auf das Spielfeld gelaufen. Der deutsche Delegationsleiter Bob Hanning hatte den Einspruch schon zuvor als aussichtslos bezeichnet. "Wir sehen dem Protest gelassen entgegen und freuen uns auf das Finale", sagte er.

Gleich zweimal hatte das deutsche Team unter Trainer Dagur Sigurðsson die entscheidenden Punkte gemacht. Nach dem 24:26-Rückstand (54.) rettete Linksaußen Rune Dahmke mit seinem Treffer zum 27:27 wenige Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit die Nationalmannschaft in die Verlängerung. Und dann sorgte Kai Häfner unmittelbar vor dem Ende der Verlängerung für den 34:33-Siegtreffer.