Die deutschen Handballer haben bei der Europameisterschaft in Polen ihren dritten Sieg in Folge gefeiert. Im ersten Spiel der Hauptrunde deklassierte der WM-Siebte in Breslau die Ungarn mit 29:19 (17:9). Vor rund 4.000 Zuschauern war Fabian Wiede mit sechs Treffern der beste Torschütze im deutschen Team, das erstmals im Verlauf des Turniers keinen Rückstand hinnehmen musste. Durch den Sieg bleibt die deutsche Mannschaft bei Europameisterschaften gegen Ungarn ungeschlagen. Nun ist die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) nur noch zwei Siege von dem Einzug ins Halbfinale entfernt.

Bundestrainer Dagur Sigurðsson hatte im Vorfeld vor den Ungarn und auch vor den Russen als zweitem Gegner gewarnt. Denn beide Teams wollen zu den Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro. "Für diese Mannschaften geht es um Olympia", sagte der Isländer.

Mit dem Selbstvertrauen aus den Siegen gegen Schweden und Slowenien ließ die deutsche Mannschaft zum ersten Hauptrundenspiel von der ersten Minute an nichts anbrennen. Schnell führte die DHB-Auswahl mit 3:0 (4.) und spulte danach durchdacht ihr Programm ab. Aus der zuletzt von Finn Lemke dirigierten souveränen Abwehr spielte das deutsche Team überlegen. In der 20. Minute bediente Steffen Fäth mit einem feinen Rückhandpass Jannik Kohlbacher, der zum 12:6 und der ersten Sechs-Tore-Führung traf. 

Die Ungarn hatten dem kaum etwas entgegenzusetzen. Die Abwehr um den 2,10-Meter-Riesen Lemke stand wie eine Wand und stellte den Olympia-Vierten vor nahezu unlösbare Probleme. Zwar schmolz der Vorsprung kurz auf 12:8 (23.). Doch bis zur Pause führte die deutsche Mannschaft mit 17:9.

In der zweiten Halbzeit baute der WM-Siebte seinen Vorsprung dann auf 20:11 (37.) aus. Danach hielt das Team um Kapitän Steffen Weinhold die Ungarn routiniert auf Distanz. Am Ende hatte die Partie Testspielcharakter, da der Bundestrainer seine Top-Leute schonte.