Andreas Wolff war der Star des Spiels. Er hielt die Bälle mit spektakulärem Einsatz. ©  Jens Wolf/dpa

Deutschland ist Handball-Europameister. Beim EM–Finale in Krakau gewannen die Deutschen gegen die Spanier 24:17. Schon der Einzug in das EM–Finale war für die junge Mannschaft von Trainer Dagur Sigurðsson eine echte Sensation gewesen. Der zweimalige Weltmeister Spanien hatte dagegen bereits lange als Favorit gegolten.

Die Deutschen tanzten vor ihrem Tor noch bevor die letzte Minute abgelaufen war: Ihr Sieg ist der größte Erfolg für den Deutschen Handball-Bund seit dem WM-Titel 2007. Die Goldmedaille bedeutet für die deutsche Mannschaft ein Direktticket zu den Olympischen Spielen in Rio. Am Montag dürfen sich die Spieler in Berlin für ihren Sieg feiern lassen.

Das Spiel in der Tauron-Arena von Krakau hatte für die Deutschen schon gut angefangen. In der ersten Halbzeit zeigten sie eine starke Leistung. Vor allem Torhüter Andreas Wolff hielt die Angriffe der spanischen Mannschaft mit spektakulärem Einsatz. "Da steht eine deutsche Mauer", kommentierte Ex-Handballstar und TV-Experte Stefan Kretzschmar bei der ARD. Die anderen Teammitglieder punkteten mit ihrem offensiven Spiel und gingen mit einer klaren Führung nach der Pause in die letzten 30 Minuten (10:6).

Nach Anpfiff schloss die Deutsche Mannschaft problemlos an diese gute Leistung an. Schon in der ersten Minute erzielten die Deutschen den nächsten Treffer und machten souverän weiter, sodass sie mit einem sicheren Vorsprung in die letzten Minuten gingen: 15 Minuten vor Ende der Partie führte Deutschland mit sieben Toren (16:9).

Beide Mannschaften waren sich bereits im ersten Spiel des Turniers in Polen begegnet. Damals hatten die Spanier die Deutschen 32:29 geschlagen. Zum ersten Mal seit 2007 stand eine deutsche Mannschaft überhaupt im Endspiel eines bedeutenden Turniers.