Finn Lemke (l.) und Sloweniens Dragan Gajič während des EM-Vorrundenspiels in Breslau © Janek Skarzynski/AFP/Getty Images)

Bei der EM in Polen haben die deutschen Handballer ihren zweiten Sieg im dritten Spiel gefeiert und sind souverän in die Hauptrunde eingezogen. Zum Abschluss der Vorrunde bezwang der WM-Siebte in Breslau Slowenien mit 25:21 (12:10). Damit startet die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) mit zwei Punkten in die nächste Turnierphase und kann sich Hoffnungen auf das Halbfinale machen.

Die deutsche Mannschaft bleibt damit bei Welt- und Europameisterschaften ungeschlagen gegen die Slowenen, für die die EM nun beendet ist. Vor rund 6.000 Zuschauern war Tobias Reichmann mit fünf Treffern bester deutscher Torschütze. Hendrik Pekeler (55.) und der Slowene Vid Potenko (55.) sahen jeweils nach drei Zeitstrafen Rot.

In der Hauptrunde trifft die deutsche Mannschaft auf die ersten drei Teams aus der Parallelgruppe D. Dies sind Dänemark, Ungarn und Russland. An welchem Tag und gegen wen die DHB-Auswahl in die zweite Turnierphase startet, entscheidet sich erst nach Abschluss der Partien Spanien gegen Schweden und Dänemark gegen Ungarn, wenn das Endklassement der Vorrunde feststeht.

Zunächst hatte die mit Abstand jüngste deutsche EM-Mannschaft der letzten Jahre große Schwächen beim Torwurf gezeigt. Nach dem 2:1 (4.) ging kein Ball mehr ins slowenische Tor. So geriet das deutsche Team mit 2:5 (10.) ins Hintertreffen und musste wie gegen Spanien (29:32) und Schweden einem Rückstand hinterherlaufen.

Lediglich Wolff war es zu verdanken, dass der Rückstand nicht größer wurde. Mit zahlreichen Paraden verhinderte er Tore der Slowenen und schuf damit die Grundlage dafür, dass die DHB-Auswahl im Spiel blieb. Beim 8:6 (19.) führte der WM-Siebte erstmals mit zwei Toren und kurz vor der Pause gar mit 12:9 (29.).

Viele Zwei-Minuten-Strafen gegen Deutschland

Dass der Vorsprung zur Pause beim 12:10 nur zwei Tore betrug, lag auch daran, dass die deutsche Mannschaft ein Drittel der ersten Halbzeit in Unterzahl spielte. Gleich fünfmal verhängten die Schiedsrichter Zwei-Minuten-Strafen gegen das Team von Bundestrainer Dagur Sigurðsson. Ihre personelle Überlegenheit nutzten die Slowenen immer wieder zu Treffern.

Im zweiten Durchgang setzte Lemke ein wichtiges Zeichen: Er rannte mit ungeahnter Geschwindigkeit zurück in die Abwehr und fing mit seiner großen Reichweite einen Konter ab. Im Gegenzug markierte Kapitän Steffen Weinhold das 15:11 (38.). Danach ließ sich die deutsche Mannschaft nicht mehr vom Erfolgsweg abbringen und feierte einen sicheren Sieg.