Der Hamburger Sportverein stellt den Spielbetrieb in der Handball-Bundesliga sofort ein und meldet sich ab. Das teilte der Verein mit. Dadurch werden sämtliche Spiele der Hamburger in dieser Saison annulliert. Mitte Januar war das Insolvenzverfahren gegen den mit rund vier Millionen Euro verschuldeten Verein eröffnet worden.

"Die Anreise zu den Auswärtsspielen, die Kosten für die Heimspiele, die Organisation der Spiele, die Betreuer und nicht zuletzt die Spieler selbst sind nicht mehr zu finanzieren", sagte Insolvenzverwalter Gideon Böhm. "Ohnehin haben fast alle Spieler mittlerweile die Spielbetriebsgesellschaft verlassen und sind bereits bei anderen Vereinen unter Vertrag."

Am vergangenen Mittwoch war dem seit 13 Jahren in der Handball-Bundesliga aktiven HSV die Spielberechtigung wegen Täuschung bei der Lizenzierung entzogen worden. Nach den Statuten der Handball-Bundesliga (HBL) darf bei Lizenzentzug die Saison regulär beendet werden. Nach den Abgängen von derzeit zehn Profis steht dem HSV aber keine Mannschaft mehr zur Verfügung.