Die spanischen Spitzenclubs Real und Atlético Madrid sind von der Fifa mit einem Transferverbot für die kommenden beiden Wechselperioden belegt worden. Das teilte der Fußball-Weltverband am Donnerstag mit. Als Grund nannte die Fifa "Verstöße im Zusammenhang mit dem internationalen Transfer und der Registrierung von Spielern unter 18 Jahren". Die Transfersperre gilt nicht für die laufende Transferperiode, die bis zum 1. Februar läuft. Die Sperre gilt nicht für Spieler, die ihre Clubs verlassen wollen. Der neue Trainer Zinédine Zidane kann aber vorerst nur noch in diesem Winter neue Spieler verpflichten.

Zudem muss Atlético 900.000 Schweizer Franken zahlen, Real wurde zu einer Geldbuße von 360.000 Schweizer Franken verurteilt. Beide Clubs müssen laut Fifa "die Situation aller fraglichen minderjährigen Spieler binnen 90 Tagen legalisieren".

Atlético Madrid kündigte an, gegen die Transfersperre Einspruch zu erheben. "Unser Club ist mit der Entscheidung der Fifa nicht einverstanden", hieß es vom zehnmaligen Meister. "Wir werden die Unterlagen der Fifa genau prüfen und dann die Sanktion anfechten."

Zwischen 2007 und 2014 (Atlético) sowie zwischen 2005 und 2014 (Real) sollen bei den Clubs mehrere minderjährige Spieler registriert gewesen sein.

2014 war der FC Barcelona bereits wegen des gleichen Vergehens von der Fifa bestraft worden und durfte 2015 keine neuen Spieler unter Vertrag nehmen. Beide Clubs werden wahrscheinlich Einspruch gegen die Entscheidung erheben. Der internationale Sportgerichtshof CAS hatte aber damals schon Barcelonas Sperre bestätigt.