Eintracht Frankfurt und der Hamburger SV – direkte Konkurrenten im Abstiegskampf – haben sich am Freitagabend 0:0 getrennt. Die Hamburger dominierten das Spiel lange Zeit und vergaben vor allem in der ersten Halbzeit mehrere Torchancen. Frankfurt blieb vor 47.200 Zuschauern im vierten Spiel nacheinander sieglos. Die Hessen, mit 22 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz, konnten ihren Vorsprung auf den Relegationsplatz damit nicht im erhofften Maße vergrößern.

Die Mannschaft von Trainer Armin Veh agierte in der ersten Hälfte ohne Tempo und Ideen. Der HSV war überlegen, konnte sich aber nicht mit einem Tor belohnen. Artjoms Rudņevs, der im Angriff wie schon beim 3:2 gegen Borussia Mönchengladbach den Vorzug vor Pierre-Michel Lasogga erhielt, hatte in der 25. Minute die größte Chance zur Führung. Der Lette scheiterte jedoch an Eintracht-Torwart Lukáš Hrádecký.

Der hatte Glück, dass Josip Drmić (32.) knapp an einer Hereingabe von Nicolai Müller vorbeirutschte. Auch Gōtoku Sakai (37.) und Müller (44.) ließen die nötige Genauigkeit beim Abschluss vermissen.

Veh reagierte zur Halbzeit und brachte Haris Seferović für den wirkungslos gebliebenen Szabolcs Huszti. Für die erste Frankfurter Möglichkeit im Spiel war aber Makoto Hasebe verantwortlich. Der Japaner, der den gesperrten Bastian Oczipka als Linksverteidiger vertrat, verfehlte das HSV-Tor in der 50. Minute mit einem Distanzschuss nur knapp.

Die Partie wurde nun etwas ausgeglichener, weil die Frankfurter offensiver spielten. Während der HSV wenig offensive Akzente setzen konnte, bekam Frankfurt in der 72. Minute durch Stefan Aigner die zweite Tormöglichkeit. Der Mittelfeldspieler scheiterte aber aus spitzem Winkel an HSV-Keeper René Adler.

Wenig später tauchte erneut Aigner im Hamburger Strafraum auf, schoss jedoch am langen Pfosten vorbei. Auch ein Kopfball von Marco Russ verfehlte knapp das Ziel. So stand am Ende auf beiden Seiten die Null.