Wer spielt wann gegen wen?

FSV Mainz 05 – FC Schalke 04 (Freitag, 20.30 Uhr)
SV Darmstadt 98 – Bayer Leverkusen
Werder Bremen – TSG Hoffenheim
Borussia Dortmund – Hannover 96
VfB Stuttgart – Hertha BSC
VfL Wolfsburg – FC Ingolstadt (alle Samstag, 15.30)
1. FC Köln – Eintracht Frankfurt (Samstag, 18.30)
Hamburger SV – Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 15.30)
FC Augsburg – FC Bayern München (Sonntag, 17.30)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Bremen gegen Hoffenheim. Werder macht wieder Spaß, verliert mal 5:1, gewinnt je 3:1 in Schalke und Leverkusen, kickt zwischendurch mal 3:3. Und das, worin die Bochumer am Mittwoch versagten, die Bayern aus dem Pokal rauszuhauen, müssen die Bremer halt im Halbfinale erledigen. In Hoffenheim ist ein spannendes Experiment zu beobachten, die Bundesliga erfährt eine Art Infantilisierung. Huub Stevens trat von seinem Posten zurück und muss wegen Herzproblemen, über die er offen sprach, seine Trainerkarriere wohl beenden. Hat sich leider ausgeknurrt. Ersetzt wird der "letzte Feuerwehrmann" (SZ), der oft ein wenig unterschätzt wurde, durch Julian Nagelsmann. Der 28 Jahre alte Jüngling steht hoch in der Gunst Dietmar Hopps. Nur ein Mal, 1976 in Saarbrücken, war ein Bundesliga-Trainer noch jünger, Bernd Stöber, 24. Aber das gilt nicht wirklich, er war das nur für ein Spiel. Nagelsmann sollte ursprünglich nach der Saison übernehmen, damit er in Ruhe seine DFB-Lizenz machen kann. Er muss bereits jetzt ran und riskiert viel. Hoffenheim reist als Vorletzter mit fünf Punkten Rückstand zum Drittletzten. Skeptiker fürchten, dass er durch einen Abstieg seine Autorität bereits verspielt hätte. Die bissige Sinsheimer Boulevardpresse wetzt bereits die Messer.

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Wolfsburg gegen Ingolstadt. Vor der Saison galt der VfL als Bayern-Jäger, der FCI als Absteiger. Heute zählt der FCI zu den am schwersten zu schlagenden Teams der Liga und beim VfL stagnieren deutsche Nationalspieler wie Draxler und Schürrle. Inzwischen spielt Wolfsburg so mau, dass nicht mal klar ist, wer der Favorit in dem Duell ist. So mau, dass man nicht mal mehr über Manipulation im VW-Derby raunte, wenn Ingolstadt gewönne.

Wer steht im Blickpunkt?

Arjen Robben. Foul oder nicht? Im Eishockey, Handball oder in England hätte man nach dieser Szene nur die Brauen gehoben. Doch wir sind im deutschen Fußball. Der Bayern-Star wurde beim Pokalspiel in Bochum berührt. Dann: Mund auf, Arme hoch, Sturz, Elfmeter, Rote Karte. Aus einem fast ausgeglichenen Spiel wurde eine einseitige Sache. Dann ging die Robben-Debatte wieder los. Gertjan Verbeek kam in Fahrt, Bochums Trainer sagte nach dem Spiel den bösen, aber hinreißend schönen Satz: "Wenn Robben Kontakt spürt, geht er liegen." In diesem Fall hat Verbeeks Äußerung besondere Resonanz erfahren, weil er ein Landsmann von Robben ist. "Das kennt man von Robben aus der Nationalmannschaft", sagte er. "Ich bin Holländer und schäme mich." Was Verbeek zum Verdruss der Bayern meinte: Schwalbe. Aber, aber, war doch keine Schwalbe. Robben wurde von einer Gravitationswelle nach unten gerissen. Hätten doch eigentlich alle sehen können.