Helmut Sandrock im August 2015 in seiner Funktion als DFB-Generalsekretär bei einer Pressekonferenz in Frankfurt © Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und sein Generalsekretär Helmut Sandrock gehen künftig getrennte Wege. Wie der DFB mitteilte, gibt der 59-Jährige sein Amt "auf eigenen Wunsch" mit sofortiger Wirkung auf. Nach Informationen der Bild-Zeitung soll der bisherige DFB-Präsidialbüroleiter Friedrich Curtius Nachfolger von Sandrock werden.

Demnach wollte Sandrock einem personellen Neuanfang nicht im Wege stehen. "Es ist einfach guter Stil, wenn bei einer Neuwahl des Präsidenten des DFB, dieser auch die Gelegenheit erhält, dem DFB-Bundestag einen neuen Generalsekretär zur Wahl vorzuschlagen", wurde er in der DFB-Mitteilung zitiert. "Zum Wohl unseres Fußballsports und des DFB ist es notwendig, dass ein kompletter Neuanfang – auch personell – glaubwürdig und konsequent dokumentiert wird."

Am 15. April wollen die DFB-Mitglieder einen neuen Präsidenten wählen. Als Kandidat der Landesverbände tritt Reinhard Grindel an; seine Wahl gilt als sicher.

Sandrock selbst hatte am 2. März 2012 die Nachfolge von Wolfgang Niersbach angetreten, der damals zum DFB-Präsidenten aufgestiegen war. Zuletzt war er in der Affäre um die WM 2006 unter Druck geraten. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie und wann Niersbach und er über die dubiose 6,7-Millionen-Euro-Zahlung des Verbandes an die Fifa erfahren haben. 

Eigentlich hatte Sandrock Teil der DFB-Delegation beim Fifa-Kongress in Zürich sein sollen. Dort fehlte er offiziell aus gesundheitlichen Gründen. Für ihn soll stattdessen Grindel die Stimme bei der Wahl des neuen Fifa-Präsidenten abgeben.