FC Porto – Borussia Dortmund 0:1 (0:1)

Mit einem 1:0-Sieg gegen den FC Porto hat Borussia Dortmund deutlich gemacht, warum die Mannschaft zu den Favoriten in der Europa League gezählt wird. Maßgeblich beteiligt daran war vor allem Dortmunds Torwart Roman Bürki, der mehrfach verhinderte, dass Porto ausgleichen konnte. "Wenn wir so weiterspielen, ist alles möglich", sagte Bürki. Gegen wen Dortmund im Achtelfinale spielen muss, wird am Freitagmittag ausgelost.

Das Spiel begann intensiv, Porto machte Druck. Doch dann war es der BVB, der nach einem Konter in der 23. Minute in Führung gehen konnte. Dortmunds İlkay Gündoğan spielte auf Henrich Mchitarjan, der weiter auf Marco Reus leitete. Portos Torwart Iker Casillas konnte dessen Schuss abwehren, lenkte dann aber den anschließenden Versuch von Pierre-Emerick Aubameyang ins eigene Tor.

Die Mannschaft von Thomas Tuchel kontrollierte anschließend das Spiel. Dennoch hatte Porto wiederholt die Chance auszugleichen. So war es in der 40. Minute Evandro und in der 42. Minute Varela, die an Bürki scheiterten. Auch in der zweiten Spielhälfte war Bürki da, als Portos Vincent Aboubakar versuchte, den Ball mit der Hacke ins Tor zu schieben. In der Nachspielzeit hatte Mchitarjan dann die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, traf jedoch nur den Pfosten.

FC Schalke 04 – Schachtjor Donezk 0:3 (0:1)

Unter den Pfiffen seiner Fans ist der FC Schalke 04 aus der Europa League ausgeschieden. Im eigenen Stadion verlor die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter deutlich mit 0:3. "Wenn du so ausscheidest, ist das natürlich kein schöner Abend. Das ist sehr ernüchternd und sehr, sehr bitter", sagte Schalkes Torwart Ralf Fährmann. "Wir haben einfach keine gute Leistung gezeigt. Wir müssen uns der Kritik stellen, das können wir besser."

Dabei hatte Schalke das Spiel gut begonnen. In der 3. Minute schoss Johannes Geis einen Freistoß an den Innenpfosten. Wenige Minuten später scheiterte Younès Belhanda an dem Torwart von Donezk, Andrej Pjatow. Knapp eine halbe Stunde war gespielt, als ein Pass des Schalkers Leroy Sané beim Gegner landete. Viktor Kowalenko startete den Konter auf der linken Seite, passte zu Facundo Ferreyra, der den Ball im Strafraum quer auf Marlos legte. Der Brasilianer nutzte die Hacke und traf so zum 0:1.

"Wir wollen kreativ und mutig nach vorne sein", hatte Breitenreiter vor dem Spiel gesagt. Davon war anschließend nur wenig zu sehen. Die Schalker spielten zu langsam und zu unpräzise. In der zweiten Halbzeit dominierte Schachtjor das Spiel. Die Mannschaft des Clubs, der 2009 den Uefa-Cup gewann, entschied das Spiel schließlich binnen einer Viertelstunde. In der 63. Minute war es Facundo Ferreyra, der traf. In der 78. Minute schoss Kowalenko schließlich den 0:3-Endstand.

Bayer 04 Leverkusen – Sporting CP 3:1 (1:1)

In der Bundesliga ist Roger Schmidt für die kommenden drei Spiele gesperrt, in der Europa League konnte er dagegen feiern. Seine Mannschaft gewann mit 3:1 gegen Sporting CP aus Lissabon und zieht so ins Achtelfinale ein. "In der Europa League haben wir jetzt ein Zeichen gesetzt. Die Mannschaften werden jetzt Respekt vor uns haben", sagte Leverkusens Torwart Bernd Leno. Es ist das erste Mal seit 2011, dass Leverkusen unter den letzten 16 Teams des Wettbewerbs ist.

Von Beginn an bestimmte Leverkusen das Spiel. In der zweiten Minute verpasste Verteidiger Kyriakos Papadopoulos per Kopf nur knapp die Führung. In der achten Minute war es Javier Hernández, der eine Freistoßhereingabe von Hakan Çalhanoğlu nicht verwerten konnte. Nach einer halben Stunde war es dann Karim Bellarabi, der aus spitzem Winkel das 1:0 schoss. Dann ließ Leverkusen nach, sechs Minuten vor der Halbzeit konnte Carlos Mané für Sporting ausgleichen.

In der zweiten Spielhälfte war es dann Mané, der erneut eine Großchance hatte. Diesmal konnte Leno retten. Wenig später musste dann Leverkusens Angreifer Stefan Kießling humpelnd den Platz verlassen. Doch die Mannschaft von Roger Schmidt ließ sich davon wenig beeindrucken. So konnte Bellarabi in der 65. Minute erneut treffen. Wenige Minuten vor Spielende war es dann Çalhanoğlu, der Sportings Torhüter überwand und zum 3:1-Endstand einschoss.

FC Liverpool – FC Augsburg 1:0 (1:0)

An der Anfield Road in Liverpool reichte es für den FC Augsburg nicht zur Europa-League-Sensation. Unglücklich mit 0:1 verlor der Bundesligist, dem mehrere Stammspieler fehlten. Schon nach fünf Minuten geriet die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl in den Rückstand. Im eigenen Strafraum kam Dominik Kohr mit der Hand an den Ball, Schiedsrichter Clément Turpin zögerte kurz und pfiff dann Strafstoß. Den schoss James Milner für den FC Liverpool zum 1:0 ein.

In der Folge konnte Augsburgs Torwart Marwin Hitz Liverpools Coutinho mehrfach nur knapp daran hindern, das 2:0 zu erzielen. Augsburg spielte verunsichert und verlor viele Bälle, aber chancenlos waren sie nicht. So vergab Caiuby eine Chance, aus guter Position auszugleichen. Auch in der zweiten Spielhälfte scheiterten die Augsburger mehrfach an Liverpools Torwart Simon Mignolet. Kurz nach Abpfiff war es der Manager der Bayern, Stefan Reuter, der das Spiel zusammenfasste: "Schade, im Grunde hat nicht viel gefehlt."