Wäre auch ein guter Kreisläufer: Arjen Robben © LUKAS BARTH/Getty Images

Wer spielte wie gegen wen?

Mainz 05 – Borussia M'gladbach 1:0
Borussia Dortmund – FC Ingolstadt 2:0
Bayer Leverkusen – Hannover 96 3:0
FC Augsburg – Eintracht Frankfurt 0:0
Werder Bremen – Hertha BSC 3:3
Darmstadt 98 – Schalke 04 0:2
VfB Stuttgart – Hamburger SV 2:1
VfL Wolfsburg – 1. FC Köln 1:1
FC Bayern – TSG Hoffenheim 2:0

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Hertha BSC gegen Bremen. 397 Minuten am Stück blieb die Hertha bis zum Samstag ohne Gegentor, Vereinsrekord. Dann aber kam Bremen. Elf Minuten und zwei Pizarro-Tore reichten, um einen erneuten Hertha-Sieg in ein packendes 3:3-Gerangel zu verwandeln, das auch 6:6 ausgehen hätte können. Herthas Weg in die Champions League bekommt an der Weser die ersten Macken. Und auch an anderer Stelle gibt es einen fiesen Plan. Die Europäische Vereinigung der Fußballvereine (ECA) und deren Vorsitzender Karl-Heinz Rummenigge überlegen, wie sie die Champions League attraktiver machen könnten. Die ECA-Übersetzung für attraktiv ist profitabel und deshalb müssen dort Clubs spielen, die ein großes Publikum anziehen. Wenn die es auf sportlichem Weg nicht in die Königsklasse schaffen, dann eben mit einer Wildcard. Bislang sind das Gedankenspiele, doch großes Publikum und Hertha, nun ja. Sagen wir mal, Hertha BSC würde nicht zum engeren Favoritenkreis für die Wildcards gehören. Sie muss sich also sputen mit der Qualifikation. Wer weiß wie lange sie noch darf. Hertha ist auch nicht Mitglied der ECA, dafür aber der HSV und der VfB Stuttgart. Was hat das alles zu bedeuten?

Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Bayern gegen Hoffenheim. Ein kläglicher Versuch, einen aufregenden Sport zu imitieren, über den gerade wieder gesprochen wird: Bayern spielte 90 Minuten lang zu elft um den Sechzehnmeterraum der Hoffenheimer, Oliver Baumann im TSG-Tor schmiss sich ähnlich heroisch den Bällen entgegen wie Andreas Wolf und viele Spanier spielten auch mit. Es half aber alles nichts. Wer spannenden Sport liebte, informierte sich höchstens kurz über die Höhe des Sieges, um dann wieder die junge Handballtruppe beim Europameisterwerden zu beobachten. Das Münchner 2:0 war so öde, dass sich selbst der Mannschaftsmaulwurf wieder einbuddelte und schwieg. Die Suche aber läuft auf Hochtouren. Hoffentlich kennt der FC Bayern Günter Brück nicht:


Wer stand im Blickpunkt?

Griechische Zweitligisten. AEL Larissa traf auf Acharnaikos, bis hierhin war das nur die Ankündigung eines Ligaspiels, dass Larissa 2:0 gewann. Unmittelbar nach dem Anpfiff aber setzten sich Spieler, Trainer und Funktionäre beider Teams zwei Minuten auf dem Boden, um still zu protestieren. Sie wollten auf das Leid der täglich ertrinkenden Flüchtlinge in der Ägäis aufmerksam zu machen. Am Samstag starben 37 Menschen beim Versuch, von der Türkei nach Griechenland überzusetzen. Unter ihnen auch zehn Kinder. "Wir wollen all diejenigen aufrütteln, die von den furchtbaren Verbrechen, die in der Ägäis begangen werden, abgestumpft sind", schrieb AEL in einem Statement. Acharnikos schloss sich an und fügte hinzu: "Keine toten Kinder mehr, kein Blut mehr im azurblauen Meer." Große Geste. Bundesliga, warum du nicht auch?