Fußballvereine dürfen ihren Spielern auch weiterhin befristete Verträge geben. In einem Rechtsstreit zwischen dem FSV Mainz 05 und seinem früheren Torwart Heinz Müller fällte das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz am Mittwoch ein Urteil, das den Profifußball vor radikalen Umwälzungen bewahrt.

Müller hatte 2014 nach Ablauf eines Zweijahresvertrages auf eine "Feststellung des Fortbestandes als unbefristetes Arbeitsverhältnis" geklagt. Das Arbeitsgericht Mainz entschied daraufhin, dass auch Fußballprofis arbeitsrechtlich wie normale Arbeitnehmer behandelt werden müssen und nicht ständig Zwei-, Drei- oder Vierjahresverträge erhalten dürfen.

Nach einem Streit mit dem ehemaligen Trainer in Mainz, Thomas Tuchel, musste er in die zweite Mannschaft wechseln. Er sah sich durch die sportliche Degradierung um zahlreiche Siegprämien und vor allem um die Chance gebracht, jene Zahl von Einsätzen zu erreichen, ab der sich sein Vertrag um ein Jahr verlängert hätte. Inklusive Prämien beläuft der sich in seinem Fall auf 429.000 Euro. 

Das Landesarbeitsgericht als nächst höhere Instanz änderte das bestehende Urteil jetzt wieder ab, ließ aber auch gleichzeitig eine Revision zu. Sowohl Mainz 05 als auch Müller können jetzt noch vor das Bundesarbeitsgericht ziehen.

Mainz - Befristete Arbeitsverträge im Sport rechtens Das rheinland-pfälzische Landesarbeitsgericht hat die Klage des Torhüters Heinz Müller gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber FSV Mainz 05 abgelehnt. Damit bleiben befristete Verträge im Profi-Fußball zulässig.