Wer spielt wann gegen wen?

Eintracht Frankfurt – Hamburger SV (Freitag, 20.30 Uhr)
FC Ingolstadt – Werder Bremen
Bayern München – SV Darmstadt 98
Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln
Hertha BSC – VfL Wolfsburg
TSG 1899 Hoffenheim – FSV Mainz 05 (alle Samstag, 15.30)
Bayer Leverkusen – Borussia Dortmund (Sonntag, 15.30)
FC Schalke 04 – VfB Stuttgart
Hannover 96 – FC Augsburg (beide Sonntag, 17.30)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Berlin gegen Wolfsburg, doch wirklich, ja ernsthaft. Und zwar wegen Julian Draxler. In den vergangenen Wochen fragten sich einige, warum das Trio Kruse/Draxler/Schürrle weit unter seinen Möglichkeiten blieb. Bei Schürrle und Kruse sagten dann andere, dass die Möglichkeiten vielleicht gar nicht so weit unterschritten wurden. Aber Draxler hätte das Zeug zu mehr, würde oder wollte er nur wie er könnte und sollte. In der Bundesliga regiert bei ihm bloß der Konjunktiv. In der Champions League hingegen sah man ihn diese Woche in der Wirklichkeitsform. Beim Sieg gegen die Belgier aus Gent, die nicht ganz so stark waren wie die Wolfsburger sie vorher reden wollten, schoss Draxler zwei Tore. Es war aber eine andere Aktion, die seine Extraklasse bewies. Vor dem Führungstor drehte er sich mit dem Ball am rechten Fuß um seinen Gegenspieler (Tipp!), beschleunigte seine Bewegung durch einen Ballkontakt mit dem linken Fuß (Tapp!) und spielte den Ball aus dem schnellen Lauf zu seinem Mitspieler (Titsch!) so ansatzlos, dass seine Gegner dies nicht ahnen konnten. Ab diesem Moment brauchte es nicht mehr viel, bis der Ball im Tor lag, die gegnerische Abwehr war durch Draxlers maskierten Pass übertölpelt. Formidabel! Welchen Draxler sieht man in Berlin?


Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Bayern gegen Darmstadt. Für die Münchner zählt nur noch die Champions League. Und die Mannschaft ist natürlich so hyperseriösundachsoprofessionell, dass sie natürlich auch in solchen Spielen nicht mal was anbrennen lässt. Daran ändert auch nichts, dass die Bayern ohne Verteidiger auskommen müssen (womit wir nicht gesagt haben wollen, dass nun Waffengleichheit mit dem Konkurrenten Dortmund herrscht). Die Wettquoten auf einen Sieg der Darmstädter sind 41:1, ihr Trainer Dirk Schuster sagt: "Wir wissen, dass wir uns anschnallen und den Helm aufsetzen müssen." Bei den Lilien müssen ganze fünf Spieler eine Gelbsperre aus dem vorigen absitzen. Gab es je zuvor so viel Pech? Ohne Fünfe, die Skatspieler wissen, dass da, außer Ramsch, nicht viel geht.


Wer steht im Blickpunkt?

Der Bruder eines Weltmeisters, der unter die Literaten gegangen ist. Kevin Prince Boateng, vor Kurzem zum AC Mailand zurückgekehrt, hat ein Buch geschrieben, das er nun ausschnittweise veröffentlicht. Darin schwärmt der ehemalige Hertha-, BVB- und Schalke-Spieler von Jürgen Klopp. Der sei der "geilste Trainer". Jede Mannschaft, schreibt Boateng, die Klopp trainiere, werde diesen "wahnsinnigen Teamgeist" entwickeln und für ihn "auf dem Spielfeld sterben". Begrüßt hat Klopp Boateng in Dortmund mit den Worten: "Hier wird Vollgas gegeben. Also gib Vollgas, Du Idiot!" Auch über eine andere Figur des deutschen Fußballs lässt sich der Voll... äh Boateng aus. Allerdings kommt diese nicht ganz so gut weg, es ist Michael Ballack. Verstehen wir Boateng richtig, würde er sich lieber erschießen, als mit ihm in einer Mannschaft zu spielen. Ihre Vorgeschichte ist bekannt: Boateng foulte Ballack im englischen FA-Cup-Finale 2010 so hart, dass der Capitano die WM in Südafrika verpasste. Die Fußballnation war wochenlang erregt, Boateng erhielt Morddrohungen, die Nationalelf hingegen begeisterte in Südafrika. Heute schreibt Boateng: "Ich habe Nachrichten von deutschen Nationalspielern bekommen mit dem Tenor: 'Gut, dass er nicht dabei ist.'" Zu besprechen habe Boateng mit Ballack, der ihn in einer Szene zuvor geohrfeigt hatte, nichts. "Ballack ist mir nicht wichtig, ich bin ihm nicht wichtig."