Roger Schmidt beim Spiel gegen den BVB © Norbert Schmidt/dpa

Bayer Leverkusens Trainer Roger Schmidt ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für drei Spiele gesperrt worden. Das teilte der DFB mit. Das Innenraumverbot für zwei weitere Partien wurde demnach bis zum 30. Juni 2017 zur Bewährung ausgesetzt. Zudem muss Schmidt eine Geldstrafe von 20.000 Euro zahlen.

Auch Bayer-Sportdirektor Rudi Völler wurde wegen "unsportlichen Verhaltens" zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt. Beide haben dem Urteil nach DFB-Angaben zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. Auch der Geschäftsführer der Vereins, Michael Schade, sagte, die Strafe sei "in Ordnung".

Schmidt hatte sich beim Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund am Sonntag (0:1) geweigert, den Innenraum zu verlassen und auf die Tribüne zu gehen, unter anderem weil Schiedsrichter Felix Zwayer ihm die Entscheidung nicht persönlich erklärt hatte. Daraufhin hatte Zwayer für knapp zehn Minuten die Partie unterbrochen. Nach dem Spiel hatte Schmidt zwar eingeräumt, seiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden zu sein, hatte aber seine Kritik an Zwayer bekräftigte. Bei einem Handspiel des Dortmunder Sokratis im Strafraum hatte der Schiedsrichter keinen Elfmeter für Leverkusen gegeben. Schmidt vermutete einen Zusammenhang mit seinem emotionalen Verhalten wenige Minuten vorher. "Ich hoffe nicht, dass es so war, aber mir fällt keine andere Erklärung dazu ein." Zwayer gab nach Spielende zu, in diesem Fall falsch entschieden zu haben.

Nach Spielende hatte Völler den Schiedsrichter seinerseits in einem TV-Interview kritisiert. "Das war ein tausendprozentiger Strafstoß", hatte Völler mit Blick auf die Entscheidung gesagt. Das Fehlverhalten von Schmidt hatte er hingegen weniger kritisch gewertet. "Warum muss sich der Schiri so aufpumpen? So eine Nummer daraus zu machen, die Spieler müssen reingehen, als wäre hier was Furchtbares passiert – das ist übertrieben."