Das nationale olympische Komitee der USA hat wegen der Ausbreitung des Zika-Virus seine Athleten zur Vorsicht gemahnt. Den Sportteams sei geraten worden, nicht nach Rio de Janeiro zu fahren, wenn sie Bedenken hätten, sagte der Vorsitzende der US-Fechtervereinigung, Donald Anthony. Dem Sportdirektor des US-Reitverbandes, Will Connell, zufolge stellte das olympische Komitee den Athleten und Team-Mitgliedern die Entscheidung über eine Teilnahme frei. Niemand solle sich dazu verpflichtet fühlen, wenn er Bedenken habe.

Thomas Bach, Chef des Internationalen Olympischen Komitees, hatte Ende Januar die Einschätzung verbreitet, dass das Zika-Virus keine Auswirkungen auf die Olympischen Spiele haben würde. Schließlich würden die Spiele im brasilianischen Winter stattfinden: "Das heißt, dass die klimatischen Bedingungen verschieden sein werden, auch die Brutbedingungen für das Insekt."

Die US-Behörde für Gesundheitsschutz rät Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch, Zika-Regionen zu meiden. Der Erreger wird durch Mücken übertragen. Das Zika-Virus steht im Verdacht, womöglich Schädelfehlbildungen bei Kindern auszulösen, wenn sich Schwangere infizieren. Wegen der Ausbreitung sollen bis zu 71.000 Soldaten eingesetzt werden. Sie sollen Informationen zu dem Virus verteilen und Insektengift versprühen.

Bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London hatten US-Athleten die meisten Medaillen geholt. Ihre Teilnahme hat große Bedeutung für die Veranstaltung in Rio.