Wer spielte wie gegen wen?

Werder Bremen – Hannover 96 4:1
VfB Stuttgart – TSG Hoffenheim 5:1
Eintracht Frankfurt – FC Ingolstadt 1:1
VfL Wolfsburg – Borussia Mönchengladbach 2:1
FC Ausgburg – Bayer Leverkusen 3:3
1. FC Köln – Schalke 04 1:3
Borussia Dortmund – FC Bayern 0:0
FSV Mainz 05 – SV Darmstadt 98 0:0
Hamburger SV – Hertha BSC 2:0

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Augsburg gegen Leverkusen. Spannend wurde es schon vorher. Leverkusens Trainer Roger Schmidt begab sich nicht auf die Bank, sondern in einen Charter-Flieger nach Villarreal, um den nächsten Europa-League-Gegner zu beobachten. Eine, sagen wir, ungewöhnliche Entscheidung. Schmidt hätte wegen seiner Sperre zwar sowieso nur auf der Tribüne sitzen dürfen, aber andere Trainer denen Ähnliches widerfahren war, haben alles versucht, um Einfluss auf die Mannschaft zu nehmen, mit Knopf im Ohr, kleinen Zetteln oder WhatsApp. So kam zunächst, was kommen musste: Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Oder liegen faul in ihren Löchern. 0:3 lag Leverkusen in Augsburg zurück. Alle drei Tore machte Ja-cheol Koo, geboren in Nonsan, Südkorea, der sich nach dem Spiel von einem Reporter fragen lassen musste, ob er das deutsche Wort "Abstauber" kenne. Kannte er natürlich nicht, war ihm auch egal, Koo war ohnehin nicht gut gelaunt. Seine Mannschaft hatte es nämlich geschafft, die Führung zu verdaddeln. Beim ersten Gegentor fiel Torwart Marwin Hitz wie die Schranke vorm Augsburger VIP-Parkplatz, das zweite war ein Eigentor und der dritte Treffer fiel per Elfmeter in der Nachspielzeit. Hätte Bayer das 3:3 nicht mehr geschafft, hätte Roger Schmidt vielleicht gleich in Spanien bleiben können.


Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Dortmund gegen Bayern. Wir von ZEIT ONLINE zählen uns natürlich zur Fußballavantgarde, sind dann aber doch Traditionalisten genug, um Spiele ohne Tore irgendwie doof zu finden. Ein Spiel auf taktisch hohem Niveau, ja, mit viel Tempo, Esprit, tollen Ballstafetten und ordentlichen Torchancen, aber das sind die Spiele zwischen den beiden besten deutschen Fußballvereinen sowieso. Den Klassiker zu sehen war aber, als säße man im Sternerestaurant, der Gar­çon bringt die leckersten Speisen vorbei, nimmt sie aber nach kurzem Augenschein unsererseits wieder mit. Folter. Vor allem vom BVB hatten wir uns ein wenig mehr Mut erwartet. Eigentlich hatte er nichts zu verlieren. Warum ging er zum Ende des Spiels nicht mehr Risiko? Hatte er gemerkt, dass gegen die Bayern an diesem Tag nicht mehr drin war? War die Angst, bei einer Niederlage wieder acht Punkte Rückstand zu haben, zu groß? Das ergäbe nur Sinn, wenn die Dortmunder glaubten, auch die derzeitigen fünf Punkte noch aufholen zu können, das wäre eine sehr optimistische Einstellung. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, der BVB hat dieses Spiel nicht als das Endspiel um die Meisterschaft erkannt. Oder Thomas Tuchel ist die Tabelle weniger wichtig als Lob von Pep Guardiola. Und der Katalane? Der hatte seinen beeindruckendsten Auftritt unmittelbar nach Schlusspfiff, als er auf den 21-Jährigen Joshua Kimmich einredete und ihn drückte und weiter auf ihn einredete, sodass man nicht wusste, ob er ihm eine Standpauke hielt, seine Liebe gestand oder ihm die neuesten katalanischen Gedichte vortrug.