Seine Berater hatten ein Date mit ManCity: İlkay Gündoğan © Guido Kirchner/picture alliance/dpa

Wer spielt wann gegen wen?

Hertha BSC – FC Schalke 04 (Freitag, 20.30 Uhr)
SV Darmstadt 98 – FC Augsburg
Borussia Mönchengladbach – Eintracht Frankfurt
Hannover 96 – 1. FC Köln
FC Ingolstadt – VfB Stuttgart
TSG Hoffenheim – VfL Wolfsburg (alle Samstag, 15.30)
FC Bayern München – Werder Bremen (Samstag, 18.30)
Bayer Leverkusen – Hamburger SV (Sonntag, 15.30)
Borussia Dortmund – FSV Mainz 05 (Sonntag, 17.30)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Dortmund gegen Mainz. Die scheinbar kleinen Mainzer können sogar gegen Bayern gewinnen, siehe vorige Woche. Weil die Mainzer daran glauben, gegen die Bayern gewinnen zu können, zur Not auch kurz vor Schluss. Und die Dortmunder haben im Europacup mal eben Tottenham Hotspur zerrupft oder was man sonst so mit Hühnern respektloses machen kann:


Erst köpfte Aubameyang sein 33. Tor in dieser Saison. Dann zischten zwei Schüsse von Marco Reus ins Netz. Das Beste, was man über die Spurs, in England ein gefeiertes Team, sagen konnte, war, dass sie dem Hashtag #bvbtot gerecht wurden. Weiß der Geier, warum ihr Trainer glaubte, mit einer Art B-Team in Dortmund bestehen zu können. Es war auch das Duell Bundesliga gegen Premier Leauge, der deutsche Zweite gegen den englischen. Keine zehn Jahre her, da hatten deutsche Teams gegen englische meist keine Chance. Heute hat sich das gedreht, Manchester United verlor gar gegen Wolfsburg. Der BVB würde in der Premier League locker Meister, sagen englische Fans. Und die Bosse aus England zücken die Geldbörsen, genug Fernsehmillionen haben sie ja. Diese Woche hatte İlkay Gündoğan Berater ein Date mit den Leuten von Guardiolas Baldclub Manchester City. Gündoğan muss sich nun die Frage gefallen lassen, die man früher nur Kickern stellte, die nach Saudi-Arabien oder die USA wechseln: Ist es das viele Geld wert, dass man in eine sportlich zweitklassige Liga geht?

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Sie fragen sich nun sicher, wie wir ausgerechnet darauf kommen, aber wir meinen tatsächlich, die Partie Hoffenheim gegen Wolfsburg hätte sich einen Eintrag in diese Rubrik verdient. Die TSG bekam mal eben fünf Stück in Stuttgart. In Wolfsburg kann man zwar darauf bauen, dass die Abgasschummler von Volkswagen auch weiterhin zum VfL stehen, im Gegesatz zu Schalke und 1860 München, wo sie als Sponsor aussteigen werden. Und nach einem sterbenslangweili… äh ungefährdeten 1:0 gegen Gent darf der VfL, der diese Saison Schwierigkeiten hat, unter die besten acht Teams Deutschlands zu kommen, sogar behaupten, zu den besten acht Teams Europas zu zählen. Doch die Fußballwelt fragt sich: Wird das Stadion wenigstens im Viertelfinale gegen Barcelona voll?

Wer steht im Blickpunkt?

Die Kovač-Brüder. Zwei gebürtige Westberliner sollen Frankfurt retten, Niko als Chef-, Robert als Co-Trainer. Der Wedding lebt. Viel gezeigt hat Niko als Trainer noch nicht. Er ist zwar ein wortstarker Kämpfertyp. Doch mit der kroatischen Nationalmannschaft schied er bei der WM 2014 in der Vorrunde aus. Auch anschließend und bis zu seiner Entlassung im September spielte das Team einen schönen Krampf zusammen, trotz Modrić und Kovačić von Real Madrid und Rakitić aus Barcelona. Auf Spieler solcher Güteklasse wird er in Frankfurt immerhin nicht treffen.


Was war der Tweet der Woche?