Wer spielte wie gegen wen?

FC Ingolstadt – 1. FC Köln 1:1
Hannover 96 – VfL Wolfsburg 0:4
FC Bayern München – FSV Mainz 05 1:2
SV Darmstadt 98 – Borussia Dortmund 0:2
Borussia Mönchengladbach – VfB Stuttgart 4:0
TSG Hoffenheim – FC Augsburg 2:1
Bayer Leverkusen – Werder Bremen 1:4
FC Schalke 04 – Hamburger SV 3:2
Hertha BSC – Eintracht Frankfurt 2:0

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Bayern gegen Mainz, ja hoppla. Eigentlich erwarteten alle, die spannendste Geschichte der Partie werde sich auf der Tribüne abspielen. Da, wo Uli Hoeneß zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder Platz nahm, um ein Bayern-Spiel zu sehen. Er wolle "einfach nur Fan sein und Fußball genießen", sagte er nach seiner Haftentlassung. Dafür braucht er nur noch die richtige Mannschaft. In der Hoeneß-Tabelle ist der FC Bayern jedenfalls noch sieglos, gegen Mainz verlor er sein erstes Heimspiel der Saison. Die Münchner hatten kaum Ideen, bei den wenigen Einfällen zog ihnen Mainz' Torwart Karius den Zahn und bei Kontern stellte sich der FC Bayern recht optimistisch an. Rund um das 1:2 in der 86. Minute zeigten die Herren Costa, Bernat und vor allem Vidal ein Zweikampfverhalten wie im Entmüdungsbecken. Jhon Córdoba bedankte sich und macht Fußballdeutschland ganz narrisch beim Blick auf die Tabelle. Plötzlich haben wir wieder so etwas wie einen Kampf um den Titel. Fünf Punkte sind es nur noch zwischen dem FC Bayern und dem BVB, der seinerseits das Schlammcatchen in Darmstadt für sich entscheiden konnte. Wenn am Wochenende also der BVB die Bayern im Spitzenspiel schlägt, sind es nur noch zwei Punkte. Und wenn dann der FC Bayern noch einmal patzt … Das sind immer noch zwei Wenns, aber es waren schon einmal viel, viel mehr.


Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Das 0:4 des VfB Stuttgart in Mönchengladbach, es sei denn, sie lachen gerne. Was nämlich die Abwehrspieler des so schwungvoll in die Rückrunde gestarteten VfB da auf den Rasen brachten, würde selbst dem großen Charlie Chaplin zur Ehre gereichen. Beim 0:2 slapstickten Gentner und Torwart Tytoń im Klassiker "Nimm du ihn, ich habe ihn sicher". Auch das 0:4 hätte man gerne mit dem Yakety Sax hinterlegt. Da nämlich stolperte Kevin Großkreutz den Ball unbedrängt ins eigene Tor (ein Borusse bleibt eben Borusse), um sich dann beim frustrierten Tritt an den Torpfosten auch noch wehzutun.

Wer stand im Blickpunkt?

Viel wurde in den vergangenen Wochen über Roger Schmidt geschrieben, den Trainer der Leverkusener. Dabei ist ein anderer Schmidt mindestens genauso spannend. Martin Schmidt, Trainer des FSV Mainz, schüttelte nach dem Sieg in München wie ein verdatterter Groupie die Hand von Pep Guardiola, als könnte er gar nicht glauben, dass er dem Trainer von Weltruf gegenübersteht. Und erst recht nicht, dass er ihn gerade besiegt hat. Schmidt, ehemaliger Bergführer, Extremskifahrer, Inhaber einer Auto-Tuning-Werkstatt und Gründer einer Bekleidungsfirma, macht den FSV Mainz zum Team der Stunde. Der Sieg gegen die Bayern war zwar glücklich, aber mitnichten Zufall. Mainz ist jetzt Fünfter, hat zuletzt auch gegen Gladbach, Schalke und Leverkusen gewonnen. Keine Mannschaft läuft so viel und so schnell wie die Mainzer. Bemerkenswert, was da schon seit vielen Jahren aus dem kleinen Mainzer Fußballlabor hervorblubbert. Kicker wie Schürrle, Holtby, Okazaki und Geis. Und, viel wichtiger, Jürgen Klopp und Thomas Tuchel, zwei der prägendsten deutschen Fußballtrainer der Gegenwart. Und nun eben Martin Schmidt. Großer Wermutstropfen: Der Mann, der all diese Personalentscheidungen zu verantworten hat, der Manager Christian Heidel, wechselt in der kommenden Saison zu Schalke 04. Hoffentlich bleibt Mainz auch ohne ihn Mainz.