Die Spieler des FC Bayern bejubeln den 2:2-Ausgleich von Thomas Müller kurz vor Ende der regulären Spielzeit. © Christina Sabrowsky/dpa

FC Bayern München – Juventus Turin 4:2 (2:2, 0:2)

Der FC Bayern München hat das Achtelfinal-Rückspiel gegen Juventus Turin mit 4:2 (2:2, 0:2) gewonnen und steht damit im Viertelfinale der Champions League. In einem dramatischen Spiel konnten Robert Lewandowski (73. Minute) und Thomas Müller (90.+1) die Mannschaft von Pep Guardiola zunächst in die Verlängerung retten. Dort sorgten die Joker Thiago (108.) und Kingsley Coman (110.) für den späten Sieg der Bayern. Paul Pogba (5.) und Juan Cuadrado (28.) hatten Juventus vor 70.000 Zuschauern zunächst in Führung gebracht.

Im Hinspiel in Turin hatten die Bayern eine 2:0-Führung verspielt, am Ende stand es 2:2. Dieses Mal war es umgekehrt: Die Münchner begannen das Spiel ohne den verletzten Arjen Robben ungewohnt unkonzentriert. Juve agierte aktiver als im Hinspiel, störte weiter vorne und spielte mutiger. Fünf Minuten waren gespielt, als nach einem langen Pass des überzeugenden Nationalspielers Sami Khedira erst Alaba mit einem Stellungsfehler und dann auch noch Neuer mit einem unüberlegten Ausflug durch den Strafraum patzten. Pogba erzielte mit seinem ersten Königsklassen-Treffer dieser Saison das 0:1.

Auch das zweite Tor für die Italiener entstand nach einem Fehler der Bayern. Alaba verlor am gegnerischen Strafraum den Ball, Morata setzte zu einem Konter an, ließ fünf Gegenspieler stehen und passte zu Cuadrado. Der Kolumbianer schloss überlegt zum 0:2 ab. Dem FCB fehlten die Ideen gegen eine taktisch sehr variable und selbstbewusste Gäste-Elf. Erst nach 42 Minuten sahen die Zuschauer die erste große Bayern-Chance, aber Müller scheiterte an Gianluigi Buffon.

In der zweiten Halbzeit kamen die Münchner besser ins Spiel. Zunächst vergab Morata zwar Chancen im Minutentakt (56./57./58.). Dann wechselte Guardiola aber Juan Bernat (46.), Coman (60.) und Thiago (101.) ein und wurde belohnt.

Erst köpfte Lewandowski nach einer Costa-Flanke aus drei Metern ein (73.). In der Nachspielzeit glich Müller ebenfalls per Kopf zum 2:2 aus und rettete sein Team in die Verlängerung. Dort schloss Thiago eine Kombination mit Thomas Müller mit einem Schuss zum 3:2 ab. Coman beseitigte nach einem sehenswerten Solo mit dem 4:2 alle Zweifel und sorgte für ausgelassene Festtagsstimmung in der Münchner Arena.

FC Barcelona – FC Arsenal 3:1 (1:0)

Der FC Arsenal ist zum sechsten Mal in Serie im Achtelfinale der Champions League gescheitert. Die Londoner unterlagen mit dem Fußball-Weltmeister Mesut Özil beim FC Barcelona mit 1:3 (0:1). Neymar (18. Minute), Luis Suárez (65.) und Lionel Messi (88.) trafen für die Spanier. Arsenals Mohamed Elneny (51.) hatte das zwischenzeitliche 1:1 gegen Barças deutschen Torhüter Marc-André ter Stegen erzielt. Das Hinspiel vor vier Wochen hatte Barcelona durch zwei Messi-Treffer bereits mit 2:0 gewonnen. Fußball-Weltmeister Per Mertesacker sah das Spiel im Camp Nou von der Arsenal-Bank aus. Barcelona hat nun wettbewerbsübergreifend seine vergangenen neun Partien gewonnen.

Zwar zeigten die Londoner durchaus starke Spielzüge und begannen mutig, aber gegen Barcelonas Startruppe und das 0:2 aus dem Hinspiel reichte das nicht zur Sensation. Özil hatte in der Anfangsphase die Chance zur Führung, ehe der von Suárez freigespielte Neymar traf. Debütant Elneny ließ die Londoner nach der Pause mit einem technisch perfekten Torschuss ins rechte obere Toreck hoffen. Dann aber machten Suárez und Messi, der sein 83. Tor in der Champions League erzielte, alles klar.