Die niederländische Fußballlegende Johan Cruyff ist tot. Cruyff sei am Donnerstag im Alter von 68 Jahren im Kreise seiner Familie "nach einem harten Kampf mit dem Krebs" in Barcelona gestorben. Das teilte seine Stiftung mit.

Cruyff galt als begnadeter Spielmacher und war prägend für den "totalen Fußball", mit dem Ajax Amsterdam seine größten Erfolge erreichte und die Niederlande bei der Weltmeisterschaft 1974 Vizeweltmeister wurden. Cruyff wurde bei der WM 1974 zum besten Spieler gewählt. Danach spielte er für den FC Barcelona, später in den USA und dann wieder in den Niederlanden. Cruyff feierte auch als Trainer für Ajax Amsterdam und den FC Barcelona Erfolge. Bei Ajax Amsterdam war er später Mitglied des Aufsichtsrates.

Cruyff hatte im vergangenen Herbst eine Lungenkrebs-Erkrankung öffentlich gemacht und wenig später mit einer Chemotherapie begonnen. Bis Anfang der neunziger Jahre war er ein starker Raucher gewesen. "Ich habe das Gefühl, mit 2:0 in der ersten Halbzeit eines Spiels vorne zu liegen, das noch nicht zu Ende ist", schrieb er noch Mitte Februar zu seiner Erkrankung. "Aber ich bin mir sicher, dass ich es gewinnen werde."


"Die Niederlande haben ein Gesicht in der Welt verloren. Er hat unseren Fußball auf die Weltkarte gebracht", sagte Hollands früherer Weltklassespieler Ruud Gullit zum Tode Cruyffs im niederländischen Telegraaf. "Worte können den Verlust, den wir fühlen, nicht beschrieben", teilte der niederländische Fußballverband mit. Der deutsche Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus bezeichnete Cruyff als "einen Mann, der den Fußball transformiert" habe. Ex-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann schrieb: "Was für ein einzigartiger Spieler, Trainer, Lehrer und Mensch er war."