Wer spielte wie gegen wen?

Hertha BSC – Schalke 04 2:0 (1:0)
Borussia Mönchengladbach – Eintracht Frankfurt 3:0 (1:0)
Hannover 96 – 1. FC Köln 0:2 (0:1)
SV Darmstadt – FC Augsburg 2:2 (2:0)
TSG Hoffenheim – VfL Wolfsburg 1:0 (1:0)
FC Ingolstadt – VfB Stuttgart 3:3 (1:1)
Bayern München – Werder Bremen 5:0 (2:0)
Bayer Leverkusen – Hamburger SV 1:0 (1:0)
Borussia Dortmund – FSV Mainz 05 2:0 (1:0)

 

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Dortmund gegen Mainz. Weil der 2:0-Sieg von Thomas Tuchel gegen seinen Ex-Club schnell zur Nebensache wurde. Ein 80-jähriger Mann verstarb im Stadion an einem Herzinfarkt, ein zweiter wurde auf dem Weg ins Krankenhaus reanimiert. Die Zuschauer reagierten fantastisch. Die 80.000 Fans, auch die Mainzer, schwiegen aus Respekt vor dem Verstorbenen die zweite Halbzeit über und schmetterten am Ende ein gewaltiges You’ll never walk alone. Das Fußballlied, das hilft, wenn Worte nicht mehr ausreichen.


Auch in Darmstadt gedachten Heim- und Gästefans aus Augsburg dem verstorbenen Lilien-Fan Johnny. Wieder einmal geriet der Fußball zur Parabel des Lebens. Große, intensive Momente, wenn es mehr als 100.000 Menschen schaffen, würdevolle Menschlichkeit vorzuleben.


Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Bayern gegen Bremen. Treue Leser haben es längst bemerkt: Die Bayern sind ein Stammgast dieser Rubrik. In der vergangenen Woche schrieben wir nach dem 0:0 im Supersupersuperspiel gegen den BVB, dass wir Spiele ohne Tore nicht goutieren können. Diese Woche liegen die Dinge anders. Die Bayern waren, was unsere Kritik angeht, am Samstag gegen Bremen nicht untätig. Mit fünf Toren schossen sich Peps Schüler für Juventus Turin warm. Sie rannten,  sprangen, grinsten, als wäre all das kein Bundesligaspiel, sondern der Ausflug einer Schulklasse in den Freizeitpark. Den Bremern blieb die Rolle des Maskottchens, das tollpatschig hinterhertrottet. Niemand möchte das sehen. Die erfolgreichste Bremer Aktion war ein gelungener Hackentrick an der Außenlinie. Bezeichnend, dass der ins Nichts führte. Zwölf Bayern-Spieler schafften es, mehr Pässe zu spielen als der beste Bremer, Alejandro Gálvez (27). Allein Philipp Lahm passte 162-mal, in der ganzen Saison haben die Bayern jetzt fast 17.000 Pässe gespielt. Da wird einem schwindelig. Kommenden Konkurrenten verdirbt das die Vorfreude auf den Ausflug in das Münchner Tollhaus. Ohnehin scheint es ein Trend zu sein, diesen Termin mit gelben Karten zu schwänzen. Nächste Woche kommt der 1. FC Köln. Deren gelb vorbelastete Spieler Anthony Modeste und Kevin Vogt blieben aber kreuzbrav und sind tatsächlich gewillt, nächste Woche anzutreten. Ungewohnte Aufgabe für die Bayern, gegen einen kompletten Kader gewinnen zu müssen.

Wer stand im Blickpunkt?

Hertha BSC. Im Champions-League-Vorentscheidungsspiel gegen Schalke 04 blieb die junge Truppe von Pal Dardai abgebrüht, machte zwei Tore, ließ keins zu und darf deswegen von der viel zitierten Königsklasse träumen. Langsam beginnen die Charlottenburger, sich für internationale Gäste herauszuputzen. Nicht, dass es an Touristen in Berlin bisher mangeln würde. Aber Engländer, die wegen einem Fußballspiel in die Stadt kommen, fand man bislang vor allem in den Kneipen von TeBe und Union Berlin. Nächstes Jahr wird das anders. Ein Hauch von Champions League flirrte bereits vergangene Woche durch die Stadt, als bekannt wurde, dass Real Madrid bei seiner Fahndung nach einem laufstarken Sechser vor der Saison tatsächlich Herthas Vladimir Darida im Visier hatte. Problem: Sein Glamourfaktor liegt herthaesk so niedrig, dass die Scouts von Real Madrid wohl kurz auflachten und die Idee schnell wieder verwarfen. Ob sich das noch rächen wird?