Nach dem Spiel gegen Ingolstadt geht Veh ein letztes Mal in die Kabine des Frankfurter Teams. © Frank Rumpenhorst/dpa

"Ich bin absolut überzeugt, dass wir es nur mit Armin Veh unten raus schaffen." Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Ingolstadt am Samstag hatte sich Marco Russ, stellvertretender Kapitän von Eintracht Frankfurt, noch für den Verbleib von Trainer Veh ausgesprochen. Am Sonntagmorgen verkündete Eintracht Frankfurt dann die Trennung, zunächst werde Co-Trainer Reiner Geyer übernehmen. Der endgültige Veh-Nachfolger soll schon im nächsten Spiel am Samstag bei Borussia Mönchengladbach auf der Bank sitzen.


Der Mannschaft solle im Abstiegskampf ein "wichtiger Impuls" gegeben werden, wird der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen in einer Mitteilung zitiert. Nach dem 25. Spieltag steht Eintracht Frankfurt mit 24 Punkten auf Platz 16, dem Relegationsplatz. Das Unentschieden gegen Ingolstadt war bereits das siebte Spiel in Folge ohne Sieg.

Armin Veh war erst im Sommer 2015 nach Frankfurt zurückgekehrt. Er hatte die Eintracht bereits von 2011 bis 2014 trainiert, bis er wiederum zu Stuttgart zurückkehrte. Mit dem Stuttgarter Team war er 2007 Meister geworden. 

Schon vor der Trennung waren mehrere Namen als mögliche Nachfolger gehandelt worden. Der ehemalige Gladbacher-, Augsburger- und Hertha-Coach Jos Luhukay, der Exlauterer Kosta Runjaic, der frühere Hoffenheimer Markus Gisdol, Mirko Slomka und Eintracht-Jugendtrainer Alexander Schur wurden bereits genannt. Auch über Tayfun Korkut wird spekuliert. Mit dem ehemaligen Trainer von Hannover 96 hatte die Eintracht vor der Verpflichtung von Veh schon einmal gesprochen.