Alexander Hack (weißes Trikot) von Mainz 05 im Zweikampf mit Medhi Benatia vom FC Bayern ©Matthias Schrader/dpa

FC Bayern München - 1. FSV Mainz 05 1:2 (0:1)

So hatte sich Uli Hoeneß sein Stadion-Comeback wahrlich nicht vorgestellt. Sein FC Bayern München leistete sich beim 1:2 (0:1) gegen den FSV Mainz 05 die erste Heimniederlage der Saison – und das drei Tage vor dem Bundesliga-Topspiel in Dortmund.

Der eingewechselte Stürmer Jhon Cordoba schockte die Bayern mit seinem Siegtor in der 86. Spielminute. Zuvor hatte Arjen Robben (64.) vor 75.000 Zuschauern das frühe Führungstor der taktisch geschickt agierenden Mainzer durch Jairo Samperio (26.) ausgeglichen.

Mit ihrer Fünferkette in der Abwehr und höchstem läuferischen Aufwand im Mittelfeld machten die Mainzer die Räume für die Bayern von Anfang an sehr eng. Hinzu kam, dass Schlussmann Loris Karius einen guten Tag erwischte. Einen Volleyschuss von Arturo Vidal aus 17 Metern (13.) parierte der Mainzer Keeper ebenso reaktionsschnell wie einen Distanzschuss von Juan Bernat (16.).

Beim Konter zum 0:1 war Bayerns Manuel Neuer hilflos: Jairo konnte den Ball nach Zuspiel von Giulio Donati unbehelligt ins Bayern-Tor schießen. Die Taktik von Coach Martin Schmidt war bis zur Pause ausgezeichnet aufgegangen. Als die Bayern auf das Siegtor drängten, schlug Mainz bemerkenswert zu: Julian Baumgartlinger bediente den Kolumbianer Cordoba, der mit seinem dritten Saisontor für die große Überraschung des 24. Spieltages sorgte.

Schalke 04 - Hamburger SV 3:2 (1:1)

Stark formverbessert feierten die Schalker einen hochverdienten 3:2 Sieg über die Hamburger und verbesserten sich in der Fußball-Bundesliga von Rang sieben auf Platz sechs. Max Meyer (38. Minute), Klaas Jan Huntelaar (67.) und Alessandro Schöpf (77.) egalisierten einen frühen Rückstand durch Nicolai Müller (4.) und sicherten den ersten Punktspielerfolg seit dem 6. Februar. Der zweite HSV-Treffer durch Gojko Kacar (90.+1) kam zu spät.

Mit viel Biss und großer Willenskraft kämpfte sich das Team trotz eines frühen Rückschlags zurück in die Partie und erspielte sich ein klares Übergewicht. Anders als zuletzt offenbarten die Gastgeber diesmal keinerlei Zeichen von Verunsicherung. Auch wenn das erste Erfolgserlebnis nach einer Großchance von Huntelaar und Schöpf (25.) über eine halbe Stunde lang auf sich warten ließ. Erst in der 38. Minute erlöste Meyer seine Teamkollegen und die zehntausenden Schalker Anhänger in der Gelsenkirchner Arena. Für weiteren Jubel sorgte der übermütige HSV-Verteidiger Djourou: Durch sein unbedachtes Einsteigen gegen Belhanda (45.) sah der Schweizer nur fünf Minuten nach seiner Verwarnung Gelb-Rot.

Der Schalker Angriffswirbel setzte sich nach der Pause fort. Belhanda (65.) zielte etwas zu weit nach rechts, Huntelaar (48.) zu hoch. Doch Mitte der zweiten Halbzeit machte es der Niederländer besser. Per Kopf – allerdings aus leichter Abseitsposition – traf er zum 2:1, womit das Spiel entschieden war. Für den Niederländer war es im zehnten Ligaspiel gegen den HSV bereits der elfte Treffer. Schöpf gelang noch Tor Nummer drei – wichtig, zumal Kacar kurz vor Schluss aus dem Nichts noch den zweiten Treffer für Hamburg erzielte.

Bayer Leverkusen - SV Werder Bremen 1:4 (0:1)

Der SV Werder Bremen hat dank Dreifach-Torschütze Claudio Pizarro Bayer Leverkusen schwer zugesetzt und mit dem höchsten Saisonsieg die Abstiegsränge verlassen. Die Tore von Fin Bartels in der fünften Minute und von Torjäger Claudio Pizarro (55., 65./Foulelfmeter, 83.) bescherten Werder den ersten Erfolg nach fünf sieglosen Liga-Spielen. Der einzige Bayer-Treffer war ein Eigentor von Papy Mison Djilobodji (69.) vor 25.506 Zuschauern.

Von Beginn an diktierten nicht die Leverkusener das Geschehen, das machten die Gäste aus Bremen. SV-Kapitän Clemens Fritz ordnete bei seiner Rückkehr nach der Verletzungspause das Mittelfeld. Der ebenfalls neu ins Team gerückte ehemalige Leverkusener Levin Öztunali sorgte offensiv für Gefahr. Und ganz vorn traf Bartels.

In der zweiten Hälfte musste Bremens Keeper Felix Wiedwald gegen Calhanoglu, Wendell und Hernández retten. Just in dieser Phase schlug aber Pizarro zu, als er einen Fehler von Hilbert nutzt und Weltmeister Christoph Kramer stehen ließ.

Den Elfmeter, verursacht durch Wendells Foul an Junuzovic, ließ sich der 37 Jahre alte Peruaner auch nicht nehmen. Nach dem Eigentor zerstörte Pizarro mit seinem 99 Ligator für Werder alle Zweifel am Gästesieg. Er ist nun der erfolgreichste Torschütze für die Bremer insgesamt (Frank Neubarth und Rudi Völler je 97).