Die europäische Fußballunion Uefa schließt den türkischen Rekordmeister Galatasaray Istanbul für ein Jahr von allen internationalen Club-Wettbewerben aus. Der Verein von Nationalspieler Lukas Podolski hat nach Ansicht des Europäischen Verbandes gegen das finanzielle Fairplay verstoßen. Laut BBC geht es um die Vorschrift für erlaubte finanzielle Verluste.

Das Konzept für finanzielles Fairplay gibt es seit 2009. Es soll die Vereine ermutigen, besser zu wirtschaften und im Nachwuchsbereich zu investieren. Auch hat es laut Uefa die "inflationären Auswirkungen wachsender Gehalts- und Transferausgaben" im Blick.

Die Sperre tritt dann in Kraft, wenn sich der Verein am Ende einer Saison für die Champions League oder Europa League qualifizieren würde. Momentan ist Galatasaray als Tabellenfünfter der türkischen Süper Lig allerdings nicht auf Kurs Europapokal. Erst am Dienstag war Galatasarays Trainer Mustafa Denizli nach nur drei Monaten Amtszeit zurückgetreten. Der Verein muss außerdem seine Personalkosten begrenzen.

Die Untersuchungskammer der Uefa-Finanzkontrollkammer für Clubs (FKKK) hatte den Fall Ende Januar an die rechtsprechende Kammer weitergeleitet. Die Uefa hatte den Club bereits 2014 mit einer Geldstrafe belegt, da die Türken gegen die Finanzauflagen verstoßen hatten.