Wer spielt wann gegen wen?

FC Schalke 04 – Borussia Mönchengladbach (Freitag, 20.30 Uhr)
1. FC Köln – FC Bayern München
Werder Bremen – FSV Mainz 05
Hamburger SV – TSG Hoffenheim
Hertha BSC – FC Ingolstadt
VfL Wolfsburg – SV Darmstadt 98 (alle Samstag, 15.30)
Eintracht Frankfurt – Hannover 96 (Samstag, 18.30)
VfB Stuttgart – Bayer Leverkusen (Sonntag, 15.30)
FC Augsburg – Borussia Dortmund (Sonntag, 17.30)

Welches Spiel dürfen Sie auf keinen Fall verpassen?

Köln gegen Bayern. Weil man gespannt sein darf, ob die Bundesliga aus dem Juventus-Spiel ihre Lehren zieht und sich nicht von den Analysen in Funk, Print und Fernsehen in die Irre führen lässt. Die hängen offenbar von einem einzigen Tor in der 91. Minute ab. Viele Grabreden auf Guardiola verschwanden in diesem Moment in der Schublade und wurden durch Jubelgesänge ersetzt. Dabei ändert das reine Ergebnis doch wenig am Befund über die Leistung. Und die war für bayerische Verhältnisse so na ja. Viele Kombinationen endeten am Strafraum, sie erspielten lange fast keine Torchance und ließen Lücken in der Abwehr. Dem 0:2 ging eine Fehlerkette der halben Mannschaft voraus, über die man ein Buch schreiben könnte. Einem Perfektionisten wie Pep Guardiola würde man zutrauen, dass er sich für dieses Gegentor bis an sein Lebensende schämt. Auf die Bayern war wieder mal in Europa Verlass, im Hinspiel begeisterten sie lange. Im Rückspiel hingegen wirkten sie oft wie eine herkömmliche Fußballmannschaft. Spieler rannten sich fest, dribbelten ins Aus, hielten den Ball zu lange. Auch manch Stock- und Stellungsfehler sah nicht nur nach Tagesform aus. Die Bayern hatten womöglich gegen Juventus solche Probleme, weil sie, im internationalen Maßstab, gar nicht mehr den Toptoptop-Kader haben, der ihnen in Deutschland zugeschrieben wird, weil sie gegen Bremen und den HSV immer 5:0 gewinnen. Klar, die wenigsten Bundesligisten haben Spieler vom Format Morata oder Pogba. Aber auch deutsche Teams müssen gegen Bayern nicht nur warten, bis alles vorbei ist. Köln, trau dich!

Welches Spiel können Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Frankfurt gegen Hannover. Hier treffen die zwei schlechtesten Mannschaften der Liga aufeinander. Die Eintracht ist zwar nicht Vor-, sondern Drittletzter, doch nur dank eines minimalen Vorsprungs auf die aufstrebenden Hoffenheimer. 96 hat außer einem Glückssieg in Stuttgart vor ein paar Wochen seit Monaten nichts mehr hinbekommen. Eines lässt sich immerhin sagen, es werden diesmal nicht beide verlieren. Obwohl … bei den beiden weiß man nie. Die DFL hat Humor, sie hat die Partie zum Topspiel gekürt.

Wer steht im Blickpunkt?

Die Bayern-Chefs. "Ich bin Sammer." Ein Satz wie ein Romananfang von Max Frisch. Es sprach der Sportvorstand des FC Bayern und fuhr fort: "In dieser Phase ist es nicht wichtig, über dummes Zeug zu reden." Was Matthias Sammer aufstieß, war die Aussage von Uli Hoeneß, der FC Bayern wolle und solle das Triple holen. Sammer hingegen möchte das Ziel bescheidener formulieren. Kleinkram eigentlich. Aber wenn ein Mitarbeiter vom FC Bayern Hoeneß öffentlich nachsagt, dummes Zeug zu reden, hat er entweder Mumm oder nicht mehr viel zu verlieren. Inzwischen haben beide telefoniert, um den Triple-Streit beizulegen. So viel zum Thema dummes Zeug, kommen wir nun zu etwas ganz anderem: Franz Beckenbauer hört als TV-Experte auf. Von einem Tag auf den anderen. Hat natürlich nichts mit dem Sommermärchen zu tun, das zwar nicht gekauft war, für das aber Millionen in den Nahen Osten und die Karibik flossen. Ihm fehle schlicht das Feuer, begründete Beckenbauer seinen Rückzug. Manchen wird er fehlen, er war ja nicht nur ein Choleriker, wie viele meinen, sondern auch ein höflicher, für alle nahbarer Charmeur. Zum Abschluss las er von Guardiolas Lippen, was der seinen Spielern vor der Verlängerung gesagt haben soll: "Er hat gesagt, wenn ihr nicht gewinnt, dann kastriere ich euch." Dann gewannen Beckenbauers Bayern. Der Kaiser geht, natürlich, als Sieger.