Bald zu Papa Klopp? Mario Götze © Sven Hoppe/dpa

Wer spielte wie gegen wen?

FC Schalke 04 – Borussia Mönchengladbach 2:1
1. FC Köln – Bayern München 0:1
VfL Wolfsburg – SV Darmstadt 98 1:1
Hamburger SV – TSG Hoffenheim 1:3
Hertha BSC – FC Ingolstadt 2:1
Werder Bremen – FSV Mainz 05 1:1
Eintracht Frankfurt – Hannover 96 1:0
VfB Stuttgart – Bayer Leverkusen 0:2
FC Augsburg – Borussia Dortmund 1:3

Welches Spiel durften Sie auf keinen Fall verpassen?

Schalke gegen Gladbach. Wegen der Gladbacher Doppelpässe. Dem netten Tor der Borussen ging ein Zusammenspiel zwischen Lars Stindl und dem Torschützen Andreas Christensen voraus. Doch das war noch gar nichts gegen das Ei, das sich die Gladbacher ins eigene Nest legten. Martin Hinteregger wollte den Ball wegschießen, traf aber seinen Mitspieler Håvard Nordtveit, von dem der Ball zurück auf Hinteregger prallte und von dort ins Tor. Hinteregger entschuldigte sich mehrfach. Das ganze Spiel war seltsam, es offenbarte die ganze Ungerechtigkeit des Fußballs. 6:23 Torschüsse, großzügig aus Schalker Sicht gezählt. Entweder hielt Ralf Fährmann oder die sonst so treffsicheren Gladbacher schossen wie mit Schrotflinten. Dann beschrieb auch noch Leon Goretzkas Ball durch die Berührung eines Gladbachers einen Bogen und landete über den Umweg Pfosten im Tor. Gladbach belegte Murphy's Law: "Whatever can go wrong will go wrong." Dumm gelaufen. Man kann nicht immer Sieger sein.


Welches Spiel konnten Sie mit gutem Gewissen verpassen?

Frankfurt gegen Hannover. Es war insgesamt ein schwacher Spieltag, aber das war der Tiefpunkt. Nur wem der Erste Weltkrieg gefallen hat oder die Ergebnisse der letzten Landtagswahlen, dem dürfte vielleicht auch dieses Match Spaß bereitet haben. Das gilt in erster Linie für die Verlierer. Man fragte sich: Warum rennen sich die Hannoveraner Abwehrspieler über den Haufen? Was muss man noch alles tun, um bei 96 ausgewechselt zu werden? Gewissheit besteht immerhin darin, dass Hannover diese Saison nicht mehr viel gewinnen wird. Für die Eintracht gibt’s natürlich noch eine Chance, sie ist nur einen Punkt von Rang 13 entfernt. Aber auch sie kann nach dieser Leistung nicht groß auf einen Umschwung hoffen, nicht mal durch den ersten Sieg des neuen Trainers. Symbolisch, dass sie mit einem Sieg auf einen Abstiegsrang fiel. Dieses Spiel konnte nicht mal eins der spektakulärsten Tore der Saison retten, als Änis Ben-Hatira anlässlich des Formel-1-Starts den Ball durch Vorlage und Schuss in eine haarnadelkurvige Laufbahn schickte und mit seinem schwachen Fuß von weit draußen artistisch eine Art geometrisches Wunder vollbrachte.

Wer stand im Blickpunkt?

Papy Djilobodji. Als der Bremer Abwehrspieler in einen Zweikampf mit Pablo De Blasis geriet und ihm mit dem Arm durchs Gesicht wischte, ging der Mainzer zu Boden. Dann zeigte Djilobodji mit der flachen Hand die Halsabschneidergeste. Kennt man gar nicht von den sonst so wohlerzogenen Fußballprofis, dass sie sich so ungehörig verhalten. Der Bremer Führung konnte man anschließend nicht vorwerfen, dass sie sich nicht vor ihren Spieler stellen wollte. "Mit dieser Geste wollte er ihm zeigen, dass er nicht den sterbenden Schwan spielen soll", sagte Thomas Eichin. "Das ist eine emotionale Sache, er ist ein afrikanischer Typ", sagte Viktor Skripnik, eher so der ukrainische Typ.